Schilddrüsenunterfunktion: Symptome und Behandlung

Schilddrüsenunterfunktion: Symptome 

Erkrankte klagen meist über Müdigkeit, Leistungsminderung und leichtes Frieren. Sogar Gedächtnisminderung ist zu beobachten. Die Cholesterin – Werte sind meist erhöht, die Patienten leiden oft unter Verstopfung. Auch ein niedriger Blutdruck ist typisch. Viele nehmen auch unerklärlich zu und können ihr Gewicht trotz Sport nicht groß vermindern. Grund ist der verlangsamte Stoffwechsel des Körpers aufgrund des durcheinander geratenen Hormonhaushalts. Diese Tatsache, aber natürlich auch die hormonellen Probleme können Depressionen begünstigen.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann in jedem Alter auftreten. Nachgewiesen wird sie unter anderem über einen Hormonspiegel, den ein Arzt veranlassen wird, wenn sie über oben genannte Symptome klagen. Dazu wird dem Patienten Blut abgenommen, das dann untersucht wird. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist der Körper aufgrund der Unterfunktion mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) unterversorgt. Dies führt zu oben genannten Problemen, die jedoch behandelbar sind. Vorsicht ist geboten bei Kindern, da eine Schildrüsenunterfunktion, die auch angeboren sein kann, zu Entwicklungsverzögerungen und Sprachproblemen führen kann. Man nennt diese Störung auch Kretinismus.

Eine schwere Unterfunktion kann lebenbedrohlich werden und im Extremfall bis hin zum Koma führen.
Eine „Überfunktion“ der Schilddrüse und konsequent eine Überversorgung mit den oben genannten Schilddrüsenhormonen kann übrigens ebenso auftreten.

Behandlung

Prophylaktisch sollte man auf eine ständige Jodversorgung achten. Natürlich sollte nicht übertrieben werden. Meist reicht es schon, regelmäßig jodiertes Salz zu verwenden. Auch Fisch hilft.
Empfohlen werden für Erwachsene zirka 200 μg (=0,2mg), in der Schwangerschaft etwas mehr, nämlich täglich rund 300 μg. Täglich. Schwangere sollten aufgrund der Quecksilber – Haltigkeit (vor allem bei Thunfisch und co) jedoch statt zu zu viel Fisch lieber zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

Patienten bekommen vom Arzt Hormone, in der Regel L-Thyroxin, verschrieben die sie täglich in gewissen Dosen zu sich nehmen. Die Tagesdosis beträgt zwischen 100 und 200 μg, je nach Verfassung. Nach etwa drei Monaten wird erneut ein Hormonspiegel erstellt um das Krankheitsbild neu einzuschätzen. Im Zweifel werden die Hormone lebenslang genommen. In akuten Fällen, wie dem so genannten Myxödem-Koma wird das Schilddrüsenhormons T3, sowie Glucocorticoide und Traubenzucker oder Glucose gegeben. Der Patient kommt dann auf die Intensivstation, wo er weiter betreut wird.

Eine Meinung

  1. ebookautorin (schilddrüsenunterfunktion)

    Jod ist leider nicht geeignet, eine Unterfunktion vorzubeugen!Die häufigste Ursache einer Unterfunktion ist nämlich die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, und da hilft kein Jod, vielleicht schadet es sogar. Jod schützt nur vor einem Jodmangelkropf, falls man eine Tendenz in diese Richtung hat. Ansonsten bringt zusätzliches Jod nichts.Wenn die Tendenz zur Unterfunktion frühzeitig erkannt und behandelt wird, reicht oft schon eine niedrige Dosis von z.B. 50 mcg. Man muss nicht abwarten, bis man den Kopf unter dem Arm trägt und eine hohe Dosis braucht.

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