Scheinheilig

Das Prinzip ist, hat man es einmal durchschaut, relativ einfach. Letztendlich geht es darum, die Mitspieler zu bluffen, ihnen ein X für ein U vorzumachen und dabei so scheinheilig zu schauen, dass diese nichts merken. Wenn man allerdings dabei erwischt wird, dass man gelogen hat, dann schlägt der Rachewürfel zu und in Null Komma Nichts hat man die ganze Hand voll mit Karten. Und wenn man dann nicht wirklich viel Spielerglück hat, ist man sozusagen gezwungen, weiterzulügen. Ein bisschen wie Mau-Mau, ein bisschen wie Skippo und trotzdem wieder ganz anders. Ein schönes Spiel für die ganze Familie, bei dem auch Kinder ab sieben problemlos mitspielen können. Und endlich mal wieder eines, das allen Spaß macht und sich nicht nur auf Kinderniveau begibt. Die Karten sind zudem witzig gezeichnet, sie haben so ein bisschen was von Garfield, diese kleine Engel und Teufel.

Allerdings, die Warnung sei ausgesprochen: So gut, wie wir manchmal denken, sind wir Erwachsenen im Schwindeln gar nicht. Im Gegenteil, aus der Spielerfahrung heraus gesagt, sind wir darin anscheinend von unserem Nachwuchs sehr leicht zu durchschauen.

„Scheinheilig – Wer schummelt besser“, erschienen bei Amigo, zu haben für rund zehn Euro und damit auch ein prima Geschenk für einen Kindergeburtstag.  Die Dauer eines Spiels ist mit etwa 30 Minuten angegeben, aber die Zeit reicht selten aus – mit einer Stunde kann man runig rechnen. Geeignet für zwei bis acht Mitspieler.

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