Scheidungskinder – Probleme und Gefahren

Die Scheidungskinder haben im Vergleich zu Kindern, die dieses Schicksal nicht erlitten haben, häufiger Probleme mit ihrer eigenen Selbstsicherheit. Darüber hinaus ergaben Untersuchungen auch immer wieder, dass Scheidungskinder nicht nur seelisch, sondern auch körperlich mit den Folgen zu kämpfen haben.

Scheidungskinder und Scheidungsrate

Darüber hinaus haben Studien zu Scheidungskindern in den letzten Jahrzehnten immer wieder eines sehr deutlich gemacht: Wer als Kind Opfer einer Scheidung war, wird im Erwachsenenalter eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, selbst geschieden zu werden. Manche Forscher gehen sogar davon aus, dass Scheidungskinder selbst in 80 % der Fälle geschieden werden. Eine unglaubliche Zahl. Damit wird deutlich, dass die Fähigkeit, eine glückliche Beziehung einzugehen, deutlich eingeschränkt ist. Es fehlt an Vertrauen in sich selbst aber auch in die anderen. Wer Scheidungskind ist, geht mit einer ganz anderen Grundvorstellung über die eigenen Erwartungen und die des Partners in eine Ehe.

Hilfe für Scheidungskinder

Man kann natürlich Scheidungen selbst nur schlecht verhindern und manchmal sind sie einfach der letzte Ausweg. Zudem sind Kinder, die in einer unglücklichen Ehe aufwachsen auch nicht besonders glücklich. Eltern können dennoch verhindern, dass ihre Kinder zu typischen Scheidungskindern werden, indem sie die Scheidung so ruhig und besonnen wie möglich angehen. Sind die Kinder schon in einem Alter, in dem sie in manche Entscheidungsprozesse einbezogen werden können, sollte man bestimmte Dinge offen ansprechen. Wichtig ist, dass die Kinder niemals das Gefühl haben, sie selbst seien Schuld an der Lage. Auch die Möglichkeit, dem Ärger Luft zu machen, kann Kindern bei der Verarbeitung helfen. Das gilt übrigens auch für Erwachsene. Darüber hinaus sollten Eltern immer darauf achten, dass die Kinder nicht aufgrund etwaiger Streitereien und zu großer Geltungssucht auf der Strecke bleiben. Streit sollte im Stillen geklärt werden oder eben dort, wo die Kinder nicht Zeuge der elterlichen Streitereien werden. Wer außerdem schon als Kind lernt, den Ärger in gesunde und konstruktive Bahnen zu lenken (Instrumente lernen, Sport machen etc.) kann auch als Erwachsener anders mit seinem Ärger umgehen.

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