Schavan fordert bundeseinheitliche Schulbücher

Wes Grundes immer ist die Bildungsministerin stets bemüht, ihren Führungsanspruch in Bildungsfragen vernehmbar zu machen. Der neueste Wurf der Frau Doktor ist die Forderung nach bundesweit einheitlichen Schulbüchern. In ihrer Kompetenz liegt die Umsetzung dieser Forderung indes nicht. Kein Wunder also, dass sich die Kultusminister der Republik – mit Ausnahmen – recht deutlich äußern.

Dabei muss man der Bundesbildungsministerin im Grunde unumwunden zustimmen. Natürlich müsste es bundeseinheitliche Schulbücher geben. Worin soll die Begründung dagegen bestehen? Diese ist erst klar, sobald man die Sachebene verlässt. Die Bildungspolitik ist nämlich eine der letzten Spielwiesen der Landesfürsten. Hier können sie tun und lassen, was sie wollen, was bisweilen so bunte Blüten treibt, dass Gerichte das Treiben der Fürsten beenden müssen, wie zuletzt im Falle der Herren Oettinger und Rau im Ländle. Wer von den Landesfürsten wird solch paradiesische Zustände freiwillig hergeben? Was interessiert denn da die Einheitlichkeit der Bildungsqualität? Was interessiert der Schüler/die Schülerin? Macht ist Macht!

Vor wenigen Jahren würde sich dementsprechend Frau Schavan auch gegen ihre eigenen Vorschläge gewehrt haben und wenn nicht aus eigener Initiative, so doch auf Geheiß des damaligen Ministerpräsidenten Teufel. Das finden Sie nicht gerecht? Das ist nicht sachlich? Das ist nicht im Interesse der zu Bildenden? Sie haben Recht, aber es ist, wie es ist und so wird es, zur Not mit verfassungsgerichtlicher Hilfe auch bleiben…

[Foto: www.pixelio.de / Fotograf: Stebchen]

Keine Meinungen

  1. Eine unbezahlbare SCHULREFORM stünde ins HAUS der Regierung,und daran wird es letztendlich scheitern.Denn was unerwähnt bleibt,ist die Tatsache,Schulbücher müssen den Lehrplan widerspiegeln.Das würde bedeuten,Baden Württemberg und Bayern müssten ihre schulischen Anforderungen herunter schrauben,und gleichzeitig sollen Hessen und die neuen Bundesländer schlau gemacht werden.Mit welchem „LEER-Personal“???Die sind alle 50+ und so überaltert wie die BRD selbst.Der Nachwuchs scheitert an der Begeisterung für einen Super-Nanny Job.Besonders das männliche Lehr-Personal ist heillos überfordert mit den „PLAGEN“.Selbst in der Grundschule können sich die Lehrer nur noch mit Schreien durch setzen.Was für ein Traum-Job.

  2. Ich hatte auch immer irgendwie alte Lehrer: 45 PLUS. Einheitliche Schulbücher fände ich gut. Ich sehe darin das Problem nicht!Annette StrauchIch kann mich erinnern, dass wir in Niedersachsen die Schulbücher selbst kaufen mussten, in Hessen musste ich das nicht.

  3. Einheitliche Schulbücher fiinde ich im Interesse eines bundesweit vergleichbaren Schulniveaus gut. Interessant ist aber, dass ausgerechnet Bayern und Baden Würtemberg bei der Föderalismusreform I besonders auf die traditionellen Länderrechte in Sachen Bildungs- und Schulpolitik gepocht haben! Vielleicht haben die Verantwortlichen ja erkannt, dass frei nach Berthold Brecht: „wer A sagt muss nicht B sagen, er kann auch erkennen, dass A falsch war“…..

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