Saints Row 3: Mit dem Dildo in den Krieg ziehen

Saints Row ist bekannt für unterhaltsame Action. Weg mit überflüssigem Realismus und her mit den Waffen. Der Open World Shooter lehnt sich stark an die Grand Theft Auto-Reihe an, konzentriert sich aber auf die sogenannten Gang Wars (Bandenkriege) als Kernelement. Dies hatte GTA mit Grand Theft Auto: San Andreas salonfähig gemacht. Volition legt nun bereits zum dritten Mal das etwas abgedrehte Spiel auf.

Saints Row 3 im alten Gewand

Wie immer wird eine ganze Stadt zu unserem privaten Vergnügen verfügbar sein. Stilwater heißt das beschauliche Plätzchen, wo die Bewohner ständig zur Zielscheibe für schiesswütige Banden werden. Wie immer nimmt sich das Spiel nicht allzu ernst und übertreibt in seiner Darstellung gerne. Verschiedene Banden und ihre ganz individuelle Vorgehensweise stehen eingangs zur Auswahl. Der Weg zum Ziel ist einfach. Die Stadt ist in Bandenterritorien unterteilt, welche stückweise eingenommen werden müssen. Wenn alle Bereiche von unserer Bande besetzt wurden, gehen wir als Sieger hervor. Untermauert wird dies in Saints Row 3 mit einer wohl eher schwachen (aber noch unbekannten) Story – damit wir einen Sinn in der Eroberung der Gebiete sehen. Der Spaß steht jedoch weiterhin im Vordergrund.

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Dieser E3 Trailer ist wohl der beste von allen! Kayne West steuert mit The Power das betörende Lied im Hintergrund bei. Irgendwie kommt man auch nicht von der Repeat-Taste weg, wenn da jetzt nur nicht die elende Wartezeit wäre. Am 15. November kommt das Spiel für PC, Xbox 360 und PS3 in den Handel.

Saints Row und die Zensur

Wir Deutschen haben es nicht leicht. Der erste und der zweite Teil bekamen jeweils keine Freigabe und der letzte Teil landete dabei sogar auf Liste B, was bei Auffindung einer unzensierten Version (PEGI) zur Beschlagnahmung (inkl. Verfahren) führt. Bluteffekte wurden stark geschnitten. Das Töten einer Person wird nur noch durch das Zusammensacken der Person erkenntlich gemacht. Der Defibrillator mutiert zur unnützen Waffe, weil das Wiederbeleben von toten Menschen schlicht nicht möglich ist, denn die verschwinden kurz nach ihren Tod auf mysteriöser Weise. Steht ein Mensch in Flammen, dann sieht man in der zensierten Fassung nur noch Rauch. Der menschliche Schutzschild endet in einen unrealistischen Wurf des Opfers durch die Luft. Zensur kann aber auch fatal nach hinten losgehen. So gab es in Saints Row 2 eine Mission in der Bank, welche man in der unzensierten Version ohne Schusswechsel beenden konnte. Dazu benötigte man den besagten menschlichen Schutzschild, weil dieser in der zensierten Fassung fehlt, muss man alle Polizisten töten, um aus der Mission erfolgreich hinauszugehen.

Mit Sicherheit wird es dieses Phänomen in irgendeiner Form auch in Saints Row 3 geben. Es darf sich auf die Lauer gelegen werden: Wie weit muss Volition erneut das Spiel verunstalten, damit es es in irgendeiner Form in die Geschäfte schafft?

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