Rundumschau KW22: New Build, The Dig, Ladyhawke

New Build – Yesterday Was Lived And Lost

Eigentlich kannten sich Al Doyle und Felix Martin schon seit Ewigkeiten und zusammen außerhalb ihrer Haus und Hofband Hot Chip wollten sie auch schon lange etwas machen, aber das war dann gar nicht so simpel, immerhin musste man spontan berühmt werden und die Welt bereisen.
Irgendwann hat es dann jedoch trotzdem noch geklappt und mit der Hilfe des Produzenten Tom Hopkins konnten sich New Build nicht nur formieren, sondern auch gleich ein äußerst schickes Album mit dem Titel „Yesterday was Lived and Lost“ veröffentlichen. Das ist zwar schon ein paar Monate älter, klingt aber dadurch nicht schlechter. Nein, Electro Psychedelia könnte man es nennen, verträumt, entspannte Songs, die sich gerne auch mal aus dem Fenster lehnen und in die 70er luschern, dabei hängt eine Melancholie in der Luft, die niemals überwältigend ist, sondern sich wie ein dezentes Parfum tragen lässt. Ganz wunderbar klingt das.

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The Dig – Midnight Flowers

Es mag an dem Albumcover liegen, das spontan an ein Gregory Crewdson Foto erinnert hat, aber The Dig ziehen einen schnell in ihren Bann. Mit ihren Dream Pop artigen Rocksongs und einer Stimme, die nicht selten an Frusciante meets Klinghoffer erinnert, ist „Midnight Flowers“ ein genre-technisch ausladendes, Rock'n Roll Album, das mal an US Retrorock a la US Royalty oder Robert Jones, mal an britische Indieperlen a la Suede erinnert. Live scheint das leider noch nicht ganz so genreübergreifend zu sein, wie auf dem Album, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

[youtube 1JA3HbvLhEE]

Ladyhawke – Anxiety

Sympathisch ist es, dass die Neuseeländerin sich nicht gegen das Pop Genre wehrt, sondern es vielmehr umarmt, ihr aktuelles Album „Anxiety“ hat zwar viel Fuzz und sogar ein paar rockigere Elemente, ist im Kern jedoch das, was man gerne im Radio hören würde, wenn es das Radio kümmern würde, was die Hörer wollen.
In einer Mischung aus Garbage, Metric und den Cardigans macht diese leicht spröde Powerpop Mischung sehr viel Spaß, dass dahinter jedoch nicht nur eine starke Frau, sondern auch Kollege Pascal Gabriel steht, sollte auch noch erwähnt werden.
Die Fans mussten lange auf das Sophomore Album warten, denn nach dem Touren für das Debüt war die Künstlerin erst einmal völlig erschöpft und nahm sich eine Auszeit, den Stress und Druck, der auf ihr lastete, hat es thematisch dann auch ins Album geschafft, sorgt dabei auch für düstere Töne, die den Pop aber nicht erdrücken.

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