Bedankt hat sich auch der Heise-Verlag bei mir, nämlich per E-Mail. Zitat: "Neben dem Preis an Sascha Dickel spricht die Jury zwei Anerkennungen aus: an Alexander Otto für seine ironisch-hintergründige Geschichte „Aimée: Herr im eigenen Haus", in der eine intelligente Wohnumgebung beginnt, Einfluss auf die Bewohner auszuüben; und an Marcus Pohls furiose Space Opera-Parodie „Der Circus lauert überall" – So ist zumindest meiner Eitelkeit ein Wenig genüge getan.
Da sich also meine narzisstische Kränkung in erträglichen Grenzen hält, werde ich jetzt den beiden Siegern gratulieren. Den Preis der Jury gewann Sascha Dickel mit seiner Erzählung "Bio-Nostalgie" und der Publikumspreis ging an Christian von Asters Geschichte „Infogeddon". Also Glückwunsch Leute!
Eine weniger schmeichelhafte, doch dafür interessante Diskussion der Wettbewerbsbeiträge findet sich im Forum des SF-Netzwerk.de [WHAT IF – Autorenwettbewerb, die 10 von der Jury ausgewählten Stories/Hörspiele]. Da kriege ich auch ordentlich die Meinung gesagt – Zitat Helmuth W. Mommers: „Ich habe nach einigen Seiten abgebrochen, das wollte ich mir nicht antun: Blutleere Abhandlung nach Art von "Das Leben in X-Jahren" oder "Wie sieht unsere Zukunft aus?" mit viel technischem Brimborium. Hey, soll das vielleicht eine Story sein?"
Mommers ist selbst Autor fantastischer Erzählungen. Auf seiner Homepage hat er souverän auch negative Leserkritiken zu seinen Texten veröffentlicht. Da heißt es zu einer seiner Storys, Zitat: „….jedoch in fast jeder Geschichte zu lesen wie ihre Brüste aussehen, wie toll oder schrecklich sie sind … dann läuft mir ein kalter schauer über den Rücken." Das hört sich doch gut an, da ist mein Interesse gleich geweckt. Sonst ist der Ton in diesem Forum allerdings fair und ich werde da in Zukunft öfter reinschauen.
Alles in allem war der Wettbewerb also ein Erfolg für mich. Im neuen Jahr werde ich ganz sicher weitere Storys fabrizieren. Ihr erfahrt dann unvermeidlich als Erste von diesem Fallout.
Die Chefarztfrau