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    Start » Radfahren mit kleinen Kindern: Die verschiedenen Transportmöglichkeiten
    Kinder & Erziehung

    Radfahren mit kleinen Kindern: Die verschiedenen Transportmöglichkeiten

    18. September 20163 Minuten Lesezeit

    Ja, mir san mit’m Radl da – doch wie funktioniert das mit ein oder gar zwei Kleinkindern im Schlepptau? Zur Wahl stehen Fahrradkindersitz, Fahrradanhänger und die neuartigen Transportfahrräder. Welche Vor- und Nachteile sie jeweils haben, verrät unser Ratgeber.



    Fahrradkindersitze: Der günstige Transport-Klassiker

    Sobald die Kleinen sitzen können, dürfen sie auch in einem Fahrradkindersitz mitfahren – bis zu einem Körpergewicht von 22 Kilogramm. Kindersitze sind die preiswerteste Transportlösung, sie haben relativ kompakte Maße und lassen sich auch schon mal in den Urlaub mitnehmen. Es gibt sie sowohl für vorne, als auch für den Gepäckträger. Letztere Variante ist deutlich verbreiteter. Während die Vordermodelle den Kids die freie Sicht in Fahrtrichtung und eine noch größere Nähe zur Mutter bzw. zum Vater ermöglichen, gelten sie andererseits als etwas unsicherer, da sich die Kinder bei einem Sturz leichter verletzen können.

    Sollen zwei Kindern mit einem Fahrrad mittransportiert werden und / oder zusätzliche Supermarkteinkäufe, wird das eine wackelige Angelegenheit. Das Verletzungsrisiko für die kleinen Mitfahrer ist höher als bei anderen Transportmöglichkeiten, da sie bei einem Unfall aus größerer Höhe stürzen. Weiterer Nachteil der Sitze: Die Kinder sind Wind und Wetter ausgesetzt, zudem eignen sich die Sitze kaum für längere Touren.

    Fahrradanhänger: Ideal zum Spielen und Schlafen

    In einen Fahrradanhänger passen je nach Modell bis zu zwei Kinder im Alter von rund sechs Jahren. Sogar Babys lassen sich per Anhänger transportieren, hierfürgibt es spezielle Babyschalen. In den Fahrradanhängern können die Kinder während der Fahrt spielen oder schlafen, dank der Verdecke sind sie vor widrigem Wetter geschützt. Zahlreiche Modelle sind zudem wandlungsfähig und lassen sich zum Buggy oder Jogger umrüsten.

    Dem Fahrer verlangt so ein Anhänger aber etwas Training ab, die Manövrierfähigkeit ist eingeschränkt und der Bremsweg länger. Fahrradanhänger mit zwei Sitzen sind zudem sehr breit – häufig sogar zu breit für einen Radweg. Wer mit zwei Kindern unterwegs ist, benötig außerdem etwas Kondition – vor allem bei Steigungen. Nichtsdestotrotz sind Fahrradanhänger die beste Mitfahrgelegenheit bei längeren Radtouren, da die Kinder bequem sitzen.

    Transportfahrräder: Das Dreirad mit der Box

    Die Alternativ zum Fahrradanhänger sind in Deutschland die noch wenig verbreiteten Transportfahrräder. Dabei handelt es sich um XL-Dreiräder, bei denen sich zwischen den beiden Vorderrädern eine Transportkasten mit Sitzmöglichkeit für bis zu zwei Kinder befindet. In der Kiste ist außerdem Platz für Einkäufe, sollten die Kinder einmal nicht mitfahren. Das Elternteil sitzt erhöht hinter den Kindern. Die Kids haben freie Sicht nach vorn und können sich sogar mit dem Fahrer unterhalten. Die meisten Transportkästen bieten ein Verdeck, das vor Wind und Wetter schützt. Ein Vorteil gegenüber dem Transport per Rad mit Anhänger: Transportfahrräder sind kürzer als die Gespanne.

    Übung erfordern sie allerdings auch, ihr Wendekreis ist sehr groß. Sie haben außerdem ein hohes Eigengewicht und erfordern noch mehr Muskelkraft als die Kombi aus Rad und Anhänger. Für schmale Radwege sind sie nicht geeignet, ebenso wenig für das Gelende. Hinzu kommt der hohe Preis…

    Wofür entscheiden Sie sich?

    Foto: Thinkstockphotos, iStock, 178529060, pekour

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