Pro Ana und Pro Mia: Was ist das?

Pro Ana – für Anorexia (Magersucht)

Essstörungen sind mittlerweile zu einem großen, nicht nur gesellschaftlichen Problem geworden. Im Internet gibt es einige hundert dieser Seiten, auf denen Gewichtsverlust und alle Maßnahmen, die dazu führen, verherrlicht werden.

Pro Mia – für Bulimia (Ess-Brechsucht)

Über die weltweit vernetzten PCs gelingt es den Drahtziehern, die diese speziellen Seiten zu Pro Ana und Pro Mia betreiben, immer mehr Menschen in ihren Bann zu ziehen. Wer als Außenstehender auf solch eine Seite gerät, wird sich fragen, ob und wie es überhaupt möglich ist, dass Menschen, die eigentlich bei klarem Verstand sein sollten, solche lebensverachtenden Darstellungen für bare Münze nehmen und sogar „freudig“ den rigiden Regeln Folge leisten.

Kriminelle Machenschaften

Die dahinterstehenden Kriminellen, die mit diesen Frauen anscheinend ihre sadistischen Neigungen ausleben, machen die Frauen gezielt abhängig. Man könnte auch von einer Gehirnwäsche sprechen, die die jungen Frauen in die Abhängigkeit treibt. In den Pamphleten auf diesen Seiten ist von den eigenen Verpflichtungen, die diese Frauen eingegangen seien die Rede. Sie werden drastisch genötigt, nicht zu essen und stattdessen Sport, z. B. im Fitnessstudio, zu treiben, kurzum alles zu tun, was für eine stetige Gewichtsabnahme nötig ist. Essen wird regelrecht verteufelt. Wer isst, zeigt, dass er schwach ist, ein Verlierer.

Psychologisch geschickte Manipulation

Psychologisch ist es besonders geschickt, dass Pro Ana und Pro Mia personalisiert werden. Sie gaukeln den Betroffenen vor, dass sie beste Freundinnen seien. Es werden sogenannte Briefe von Ana und Mia propagiert, die die Frauen auf diese Lebensweise förmlich einschwören. Letztendlich verlieren sie den Bezug zum realen Leben und der Wirklichkeit. Es ist ihnen nicht mehr möglich ihre Abhängigkeit zu erkennen. Folglich sind sie auch nicht mehr in der Lage, „vernünftige“ Argumentationen einzusehen und erst recht nicht, ihnen zu folgen. Die Hilfe eines professionellen Therapeuten sollte dann in Anspruch genommen werden.

Magersucht als Wettbewerb

Auf der psychologischen Schiene werden die Betroffenen mit Bildmaterial von Magersüchtigen überflutet. Diese permanent gezeigten Bilder sollen sich einprägen und die Süchtigen davon überzeugen, diesen „Idealen“ nachzueifern. Tipps und Tricks zur Gewichtsabnahme werden mit anderen ausgetauscht. Anhand von Fotos wird ständig die Gewichtsabnahme kontrolliert. Ein künstlich erzeugter Wettbewerb sorgt dafür, dass die Frauen versuchen, sich gegenseitig mit ihren „Erfolgen“ zu übertrumpfen.

Es besteht zum Teil akute Lebensgefahr und die Angehörigen müssen sich unbedingt um eine umfassende Behandlung kümmern, um diesen schrittweisen Selbstmord zu verhindern. Notfalls kann sogar eine stationäre Aufnahme in einer entsprechenden Institution nötig sein.

Hier finden Sie umfangreiche Informationen zu diesen Essstörungen.

Eine Meinung

  1. Bulimia und Anorexia sind sehr gefährlich, körperlich sowie psychisch. Abhängig vom Nichtsessen oder vom Brechen zu werden geht schneller als man denkt. Man sollte zudem Zeitpunkt noch professionelle Hilfe annehmen, solange einem die Sucht noch bewusst ist.

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