Plötzlicher Schwindel: Daran kann’s liegen, wenn sich auf einmal alles dreht

Plötzlicher Schwindel: Daran kann's liegen, wenn sich auf einmal alles dreht

Aus heiterem Himmel dreht sich alles und der Boden scheint unter den Füßen zu schwanken. Wir haben es mit den Symptomen einer Schwindelattacke zu tun! Solche Beschwerden sind keine Seltenheit und Betroffene hoffen auf eine schnelle Klärung der Ursachen durch einen Arzt. Denn Schwindel ist nicht nur äußerst unangenehm, sondern beinhaltet auch ein erhöhtes Risiko für Stürze. Im Zusammenhang mit Seh-, Schluck- oder Sprachstörungen sowie Lähmungserscheinungen kann Schwindel auf einen Schlaganfall hinweisen.

Das Ohr als Ursache für Schwindelattacken

Wenn Menschen morgens aufwachen und ihnen beim Umdrehen extrem schwindelig und übel wird, handelt es sich in der Regel um einen anfallsartigen Lagerungsschwindel. Nach etwa 30 Sekunden lässt so eine Attacke wieder nach. Die Ursache sind kleine Kristalle in den Bogengängen vom Innenohr, die dafür verantwortlich sind, dass die sich dort befindenden Sinneszellen überreizt werden. Bei einem Drehschwindel, der mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht, sind deshalb meistens HNO-Ärzte die richtigen Ansprechpartner. Eine präzise Untersuchung des Innenohrs gibt Aufschluss darüber, ob die Ursache des Schwindels in Zusammenhang mit Kristallen steht oder ob vielleicht eine andere Erkrankung, wie zum Beispiel ein Morbus Menière dahinter steckt.

Viruserkrankungen und psychische Gründe für Schwindel

Schwindelanfälle, die zusammen mit massiver Übelkeit ohne weitere Begleitsymptome auftreten, weisen auf einen Ausfall des Gleichgewichtsorgans hin. Durchblutungsstörungen oder Virusinfektionen können dafür mögliche Auslöser sein. Wird das Ohr als Ursache ausgeschlossen, kümmert sich ein Neurologe um die weitere Diagnostik. Bei 15 bis 20 Prozent der Betroffenen mit Schwindelattacken wird körperlich nichts gefunden, was die Anfälle erklären könnte. Oft handelt es sich dann um einen phobischen Schwankschwindel, dem psychische Ursachen zugrunde liegen. Hierbei treten die Attacken wie aus heiterem Himmel beim Autofahren, in Menschenmassen oder im Einkaufscenter auf. Die Patienten klagen zudem häufig über ein Benommenheitsgefühl. Oft sind es jüngere Menschen, die solche Schwindelattacken erleben. Hier können Verhaltenstherapien oder Antidepressiva hilfreich sein, damit die Patienten die Angst vor bestimmten Situationen verlieren.

Die richtige Diagnose gibt Aufschluss

Wichtig ist, dass Betroffene sich an einen Arzt ihres Vertrauens wenden, um nicht weiter unter ihren Schwindelanfällen leiden zu müssen. Meistens wird die Ursache schnell gefunden: Eine geeignete Therapie kann so umgehend erfolgen.
 
 
Bildquelle: Pixabay, 358418, kalhh

 

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