Angst aus heiterem Himmel – Was man gegen Panikattacken tun kann

Angst aus heiterem Himmel - Was man gegen Panikattacken tun kann

Angst ist wichtig und soll uns vor Gefahren schützen. Haben wir es jedoch mit einer richtigen Angststörung zu tun, die sich durch Panikattacken äußert, bedeutet das für Betroffene eine enorme Einschränkung in ihrem Leben. Angststörungen und Phobien können heute glücklicherweise gut behandelt werden.

Symptome und Ursachen einer Angststörung

Eine Panikattacke kommt in der Regel ohne jegliche Vorwarnung und bringt neben einem extremen Gefühl der Angst auch Schwitzen, Herzrasen, Ohrenrauschen, Zittern und Übelkeit mit sich. Das Ungewöhnliche: Die Angst bezieht sich fast immer auf Dinge oder Situationen, vor denen gesunde Menschen normalerweise keine Angst haben. Häufig treten Panikattacken dann auf, wenn ein Mensch sich ausgeliefert, hilflos und eingeengt fühlt. Eine bestimmte Situation gilt zwar als Auslöser einer Attacke, ist aber nicht die eigentliche Ursache. Diese liegt meistens weit in der Vergangenheit.

Was hilft bei einer Panikattacke?

Wenn die Angst kommt, ist rationales Handeln häufig schwierig. Um Ruhe zu bewahren, hilft es, sich während der Attacke klar zu machen, dass der Zustand nur von kurzer Dauer ist und die Angst auch wieder vergehen wird. Eine bewusste Konzentration auf die Umgebung und das, was tatsächlich geschieht oder die Beschäftigung mit anderen Dingen, die Aufmerksamkeit erfordern, wirkt ablenkend und setzt den Fokus nach außen. Hilfreich ist auch das Entkrampfen der Muskeln durch progressive Muskelentspannung: Diese beruhigt und senkt den Angstpegel. Aufrechtes Sitzen und langsames Atmen wirken Hyperventilation entgegen. Empfehlenswert ist auch, eine Kleinigkeit zu essen, da der hohe Verbrauch an Energie während einer Panikattacke zu einer Unterzuckerung führen kann.

Psychologische Hilfe gegen die Angst

Normalerweise macht Angst durchaus Sinn: Sie warnt vor gefährlichen Situationen und setzt im Körper Kräfte zum Handeln frei. Bestimmt sie jedoch den Alltag und unser Handeln, liegt eine Angststörung vor, die im Rahmen einer Therapie behandelt werden sollte. Immer mehr Ärzte arbeiten mit Konfrontation: Der Patient wird dabei ganz bewusst angstbesetzten Situationen ausgesetzt und lernt dann, mit diesen umzugehen.
 
 
Bildquelle: Pixabay, 1634421, xusenru

 

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