Playstation Network Hack: Was können Betroffene jetzt gegen Datenmissbrauch tun?

Mit dem Playstation Network Hack ist einer der größten Albträume der Gaming Community wahr geworden:. Bei verstärkten Kaufangeboten per Download und immer weiter fortschreitender Vernetzung ist die Angabe persönlicher Daten zwingend notwendig, doch nun wurde klar, dass die Kundendaten aller beim PSN angemeldeten User nicht sicher sind.

Zwar ist dies auch bei allen anderen Netzwerken der Fall, sei es bei Internetdiensten, Onlinebanking oder dem Xbox Live Arcade, doch die schiere Dimension des Playstation Network Hack stimmt nachdenklich.

Playstation Network Hack: PS3 Kundendaten betroffen

Sony hat nach dem Hack-Angriff zwischen dem  17. und 19. April 2011 das PSN am 24.04. zunächst abgeschaltet, dann im weiteren Verlauf (26.04.) gemeldet, dass Daten der 75 Millionen User im großen Stil gestohlen worden seien. Wer von diesen genau betroffen ist, kann nicht festgestellt werden, der oder die Hacker hätten aber prinzipiell Zugriff auf diese Kundendaten:

  • Name
  • Adresse, inklusive Stadt, Bundesland und Postleitzahl
  • Land
  • E-Mail Adresse
  • Geburtsdatum
  • PlayStation Network Passwort
  • Qriocity Passwort und Login
  • PSN Online ID

Weitere potentiell gefährdete Daten auf der PS3:

  • Profilangaben
  • Kaufhistorie
  • Rechnungsanschrift, inklusive Stadt, Bundesland und Postleitzahl
  • Sicherheitsfragen zum Passwort
  • Kreditkartendaten und Gültigkeit

Gleiches gilt auch für Zweituser und -konten. Die Kreditkartendaten und deren Gültigkeit konnten eingesehen werden, wenn man sie für Onlinekäufe angegeben hat – auch wenn noch keine Beweise für einen solchen Eingriff vorliegen, liegt hierin der vermutlich schwerwiegendste Aspekt des Playstation Network Hack.

Sony warnt vor Kreditkartendaten Diebstahl

Hersteller und Betreiber Sony hat sich damit Zeit gelassen, die User zu informieren. Nun, da die Katze aus dem Sack ist, sollten betroffene PSN-Nutzer sicherheitshalber folgendes ändern und überprüfen:

  1. Kreditkarte: die Kontobewegungen müssen im Auge behalten werden – sollten sich unauthorisierte Abbuchungen einstellen, muss man sofort reagieren. Es schadet auch nicht, vorsichtshalber mit seiner Bank zu sprechen.
  2. Passwörter: Jedes Passwort sollte geändert werden, sobald das PSN wieder online ist.
  3. Usernamen: Auch der Username sollte im Zuge des Angriffs geändert werden.
  4. Phishing: Durch das Auslesen der persönlichen Daten kann es in nächster Zeit zu verstärkten Phishing Mails kommen – man sollte noch mehr als sonst auf der Hut sein.
  5. Betrugsversuche: Auch andere Formen von Betrugsversuchen per Telefon oder per Post können sich auf die gestohlenen Daten beziehen. Man sollte daher keine wichtigen Daten an Unbekannte heraus geben.

Weiterführende Links

http://blog.de.playstation.com/2011/04/26/psnqriocity-service-update/

http://faq.de.playstation.com/cgi-bin/scee_de.cfg/php/enduser/std_adp.php?locale=de_DE&p_faqid=5599

3 Meinungen

  1. Das PSN ist schon länger als seit dem 24.04. offline, ansonsten gut zusammengefasst

  2. Hat sich im Nachhinein eigentlich herausgestellt was genau aus den Daten geworden ist, bzw. ob die im Umlauf sind? Bin ja glücklicherweise kein PS3 Besitzer aber würde mich schon mal interessieren.

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