Permanent Make-up Farben: So können Sie die Qualität überprüfen!

Man findet heute noch Berichte, in denen es heißt, dass es über die Herstellung der Pigmentierfarben (Permanent Make-up Farben ) keinerlei Gesetze gibt. Dem kann man einfach mit der sogenannten Tätowiermittelverordnung entgegen gehen (Verordnung über Mittel zum Tätowieren einschließlich bestimmter vergleichbarer Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen). Die meisten in Deutschland verbreiteten Farben unterliegen entweder den Oxidations-Stufen 1 bis maximal 2 oder sind aus dem Ausland (Amerika, Asien oder aus den Ostblockstaaten). Solche Permanent Make-up Farben sind in aller Regel stark angereichert mit sogenannten Eisenoxyden. Das ist von der Herstellung günstiger und somit kann man sie auch billiger kaufen. Die Konsequenzen für die schlechte Wahl der verwendeten Kosmetik tragen aber die Kundinnen.

Farbveränderungen durch Eisenoxyde

Durch diese Eisenoxyde verändern sich entweder die Farben oder die Haltbarkeit ist nur relativ kurz. Man kann fast den Kalender danach stellen: Wenn Sie sich heute mit einer solchen, eisenoxydhaltigen Farbe pigmentieren lassen, kippt die Farbe nach ziemlich genau 9 Monaten um und verändert sich innerhalb der nächsten 2-3 Monate. Die braunen Farben (z.B. Ihre Augenbrauen) gehen über ins rötliche, schwarze Farben werden mausgrau/grünlich und Ihre schönen roten Lippen werden blau bis lila. All diese Farbveränderungen hängen tatsächlich ausschließlich mit der Herstellung dieser Pigmentierfarben zusammen. Es hat in keinster Weise mit dem verschiedenen Hauttypen oder gar der Hautfarbe zu tun.

Ein langer Weg: Die Prüfung der Farben

In der Tätowiermittelverordung ist ganz klar festgelegt, welche Inhaltsstoffe in den Permanent Make-up Farben erlaubt sind und welche auf keinen Fall. Sämtliche in Deutschland hergestellte Farben werden einzeln von einem Prüflabor geprüft. Wenn diese Prüfung erfolgreich war wird für diese eine Farbe ein sogenanntes „Datenanalyseblatt“ angelegt und sie kann weiter zur Zulassung in der Giftzentrale in Berlin gegeben werden. Erst nach dieser genehmigten Zulassung kann die Farbe in den Handel und verwendet werden.

Verdachtsfälle unbedingt melden

Sollte ein Verdacht bestehen, dass in einem Institut/ Kosmetikstudio Farben benutzt werden, die nicht so einwandfrei oder gar aus dem Ausland sind, kann man das von der Überwachung der zuständigen Landesbehörde prüfen lassen. Dort gibt es die Abteilung für Lebensmittel- und Futtermittel, die auch in dem Bereich für Tattoo/- und Pigmentierfarben zuständig ist. Diese Behörden freuen sich über jeden Tipp. Nur so können Kosmetikstudios garantieren, dass nur in Deutschland hergestellte, geprüfte und zugelasse Pigmentier-Farben benutzt werden. Die Kunden sollten sich von diesem Kosmetikstudio/ Institut das sogenannte „Datenanalyseblatt“ zeigen lassen – mit dem Stempel des deutschen Prüflabors. Nur so kann man sicher davon ausgehen, dass hier mit Farben gearbeitet wird, die rechtmäßig geprüft wurden. Zusätzlich ist sogar eine Haltbarkeit zwischen 5 bis 8 Jahren gewährleistet. Sollte hier die Kosmetikerin zögern oder die Einsicht verweigern, wäre es durchaus ratsam, dieses Studio zu verlassen.

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