Patienten bestellen wireless

Nun glauben Sie mal nicht, ich würde Ihnen hier eine Randerscheinung unterjubeln. Der Krankenhausbetreiber AP-HP, der die Ausstattung mit PDAs zur Essensbestellung betreibt, stellt immerhin etwa 23.000 Betten in 40 Krankenhäusern bereit.  Den Auftrag zur Entwicklung der entsprechenden PDA erhielt das Unternehmen Symbol, welches schon einen gewissen Ruf in der industriellen PDA-Anwendung nachweisen kann.

Die PDA laufen mit Windows Mobile und sind quasi Outdoor-fähig. Die Beschichtung ist antibakteriell. Der Stift ist mit einem Metallfaden am Gehäuse befestigt. Die Geräte integrieren sich nahtlos ins vorhandene Netz.

Early Adopters sind in diesem Falle wohl eher weniger technikbegeistert, sondern schlicht bettlägerig und eben momentan in Frankreich. Ob sich die Technik durchsetzt oder nicht, entscheidet untypischerweise nicht der Nutzer. Mich persönlich überzeugt das Ganze nicht so recht.

Zum einen sind viele Patienten älteren Semesters. Denen einen PDA in die Hand zu drücken, erzeugt am Ende mehr Aufwand als das Auswerten der bisherigen Menüwahlzettel. Zum anderen sind viele Patienten nicht in der Lage oder gar nicht medizinisch „autorisiert" zu wählen.  Und zum letzten kann es doch bei der überschaubaren Essensauswahl in Krankenhäusern nicht wirklich ein Problem sein, die entsprechenden Zettel auszuwerten.

In Restaurants habe ich bisweilen schon ähnliche Systeme gesehen. Bei einer Speisekarte mit 99 Auswahlmöglichkeiten und Speisenbezogener Auswertung (sprich: unterschiedlichen Preisen) mag das noch sinnvoll sein. Aber im Krankenzimmer?

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