Orientierungsritte: Worauf muss man achten?

In Deutschland erfreuen sich Orientierungsritte immer größerer Beliebtheit. Viel Zeit draußen in der Natur zu verbringen, umgeben von grünen Wiesen und dichten Wäldern, vorbei an Seen und Flüssen sind diese Ritte besonders für Naturliebhaber geeignet. Bei dieser Teildisziplin des Pferdesportes wird das Verständnis zwischen Mensch und Pferd gefordert. Gemeinsam eine Aufgabe zu bewältigen, die beiden Spaß macht und dennoch Reiter und Pferd auf angenehme Weise fordert, ohne den Druck des Leistungssports im Nacken zu spüren.

Orientierungsritte gut organisieren

Dennoch wäre es fatal, einen Orientierungssritt als „kleinen Spazierritt“ anzusehen, bei dem Pferd und Reiter lediglich ein wenig durch den Wald reiten, denn auch in diesem Sport gibt es Regeln, die es einzuhalten gilt. Die Orientierungsritte finden je nach Vorgabe des Veranstalters in einer gewissen Kilometeranzahl statt, die es zu bewältigen gilt. Ein Ritt kann demnach bis zu 60 km lang sein.

Die Anforderungen an den Reiter sind ein gewisses Verständnis für das Lesen von Karten, welches selbstverständlich auch erlernt und geübt werden kann. So muss der Reiter im Stande sein, sich mit Hilfe von Karte und Kompass im Gelände orientieren zu können. Bei längeren Ritten muss eine körperliche Grundfitness vorhanden sein, da eine lange Zeit im Sattel zu verbringen eine hohe Beanspruchung für die menschlichen Muskeln darstellt. Ebenso müssen steile oder unebene Wege oft zu Fuß neben dem Pferd gelaufen werden, um die Kraftreserven des Pferdes zu schonen.

Welche Pferde eignen sich für einen Orientierungsritt?

Doch auch für das Pferd stellen Orientierungsritte eine Herausforderung dar. Kurze Ritte von 5 km können bedenkenlos mit dem Pferd geritten werden, ohne vorher lange trainieren zu müssen, doch lange Ritte von bis zu 60 km erfordern eine gute gesundheitliche Verfassung, gesunde feste Hufe und stabile Sehnen. Daher sind oft bestimmte Pferderassen anderen überlegen.

Die Rasse der Araber eignet sich bestens für die anstrengenden RItte, da sie ausdauernd und zäh sind. Ihr kleiner und schmaler Körperbau bietet beim Reiten im Wald auf schmalen Wegen viele Vorteile. Doch nicht nur auf die körperliche Verfassung des Pferdes muss geachtet werden. Ein „Sicherheitstraining“, welches die Pferde auf Gefahrensituationen im Gelände vorbereitet und somit weniger schreckhaft werden lässt, ist von großer Bedeutung für den Wettkampf. So kann das Pferd schon zu Haus in gewohnter Umgebung mit Hilfe von Planen, raschelnden Tüten, Regenschirmen, Durchqueren von Pfützen etc. bestens vorbereitet werden.

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