Ohrenschmerzen – können auch vom Kiefer kommen

Trommelfell als Schmerzauslöser

Wenn das Trommelfell, Schmerzen verursacht, kann dies mehrere Gründe haben. Zum einen kann es durch einen missglückten Druckausgleichsversuch zu einem Riss oder Hämatomen (Blutergüsse) des Trommelfells gekommen sein, oder aber eine Entzündung vorliegen. Wenn eine Verletzung des Trommelfells vorliegt, tritt oft Flüssigkeit oder Blut aus und das Hören fällt schwer oder ganz aus. Schmerzen treten oft akut auf. Wenn es eine große Verletzung ist, und sich die Öffnung nicht von selbst schließt wird oftmals ein künstliches Trommelfell eingesetzt.

Infektionen und Entzündungen der Ohrmuschel und Ohrenschmalz

Ein anderer Grund für Ohrenschmerzen sind bakterielle oder virale Infektionen in der Ohrmuschel. Sie können meist mit Ohrentropfen behandelt werden ansonsten werden Antibiotika verschrieben um die Infektion oder Entzündung einzudämmen. Infektionen sind beispielsweise die Mittelohrentzündung, die besonders bei Kindern rasch behandelt werden sollte, aber auch Entzündungen des Außenohres sind möglich.

Ohrenschmerzen können auch entstehen, wenn sich vermehrt Ohrenschmalz im Ohr sammelt, dann muss das Schmalz in einigen Fällen von einem Arzt entfernt werden, wenn sie schmerzen. Das gleiche gilt für Fremdkörper, denn bei Selbstversuchen könnte bei einem Abrutschen das Trommelfell verletzt werden. Deshalb sollte man auch in der Regel auf die Ohrreinigung mit Wattestäbchen verzichten.

Diagnose von Ohrenschmerzen

Für eine eingehende Untersuchung ist meist der Gang zu einem Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten erforderlich. Er kann neben der gewöhnlichen Anamnese und äußeren Untersuchung, andere Verfahren anwenden. So etwa eine Ohrenspiegelung um das Trommelfell zu untersuchen oder aber Hörtests. In vielen Fällen wird auch die Tubenfunktion geprüft um zu schauen ob etwa die Eustachische Röhre verstopft ist, kommt etwa bei Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) vor. In selteneren Fällen werden auch Röntgenuntersuchungen gemacht oder aber MRT angewendet um Tumore und Zahn- oder Kiefererkrankungen auszuschließen.

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