Leider existiert bisher keine genaue Definition für die grünen Fonds auf dem deutschen Markt, weshalb man sie in fünf verschiedene Kategorien unterteilt hat. Die Ökofonds – in ihnen werden die führenden Unternehmen der Branche gesammelt, die sich durch eine umweltbewusste Arbeitsweise auszeichnen. Die Öko-Pionierfonds – Hier finden sich nicht die Branchenriesen, sondern eher kleine und innovative Firmen, die noch nicht diesen gehobenen Status besitzen, aber sich durch die Entwicklung von umweltgerechter Technologie einen guten Ruf erworben haben. Die Ethikfonds – hier wird besonders großen Wert auf ethische Prinzipien gelegt. Hier landen im Portfolio ausschließlich Unternehmen, die sozial verantwortlich handeln gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft handeln. Die Umwelttechnologiefonds – hier sind Unternehmen unter einem Dach vereinigt, die Anlagen zur Abwasser- und Abfallbehandlung betreiben oder sich an der Entwicklung der Energiegewinnung durch Windkraft widmen. Die Nachhaltigkeitsfonds – ökologische, soziale und ethische Aspekte werden zu gleichen Teilen in den Fonds eingebracht.
Allerdings ist der idealisierte Ökofonds ein wenig durch die Tatsache getrübt, dass Automobilkonzerne, Fluggesellschaften und selbst Erdölkonzern Zugang zu den Fonds gefunden haben. Selbst wenn diese Unternehmen sich durch eine umweltbewusste Technologie auszeichnen, geht der eigentliche Charakter verloren.
