Wir waren ja dabei stehen geblieben, daß sich mein Vermieter über die Wahl meines Spachtelmasse-Herstellers bzw. Marke lustig gemacht hat. Und was passiert dann? Zwei Tage später stehe ich wieder in meiner alten Wohnung und was sehen meine Augen? Mein Vermieter verwendet von dieser ach so verpönten Marke ein noch viel wichtigeres Produkt – einen Schwingschleifer. Warum darf der das und ich werde dafür schief angeschaut?
Aber so sind Konsumenten wohl. Wenn ein anderer die gleiche Idee hatte wird das erst mal runter gemacht, da man selbst ja viel intelligenter und besser ist undes gar nicht sein kann, daß der auch auf die Idee gekommen ist. Das scheint aber auch im Marketing gang und gäbe zu sein. Wenn eine Idee von mir ist ist sie automatisch die Beste. Die gleiche Idee von einem Kollegen ist ja vielleicht ganz gut hat aber noch viele Probleme. Vielleicht auch ein Grund, weshalb Marketing oft austauschbar ist.
Dazu gibt es übrigens im aktuellen Schwerpunkt von BrandEins zum Thema Spielen ein paar nette Kolummnen. Fazit, wir machen zu wenig Urlaub vom Tagesgeschäft und verlernen dabei spielerisch zu denken und so Neues zu Tage zu fördern. Ich weiß zumindest aus meinem Urlaub, daß es immer besser ist, zweimal hinzuschauen und nicht immer auf Mundpropaganda zu hören.
