Oder, etwas banaler, eine Diktatur auf Lebenszeit. Denn welchen
Sinn haben wohl all die Rüstungskäufe?
Wirtschaftlich
geht es in Venezuela, trotz stetig sprudelnder Öleinnahmen, bergab, die
Kriminalität grassiert und Hugo Chavez gibt lieber den internationalen
Samariter, als sich um die Probleme daheim zu kümmern. Das wird mittel- bis langfristig auch für Unbehagen in der Bevölkerung
sorgen.
Und deswegen gibt’s jetzt ordentlich Waffen für`s Volk. Natürlich
nur für die eigenen Anhänger, versteht sich. Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber
und Kalaschnikows en masse. Letztere sollen dazu genutzt werden, „die
Zivilbevölkerung […] zu bewaffnen, um so ein landesweites Milizensystem
einzurichten, das der Abwehr einer von Chávez befürchtete „Invasion“
der USA dienen soll.“
Da ist der Bürgerkrieg ja vorprogrammiert – und das alles wegen einer
eingebildeten Bedrohung.
Als wenn die USA auch nur ansatzweise daran denken würden,
Venezuela anzugreifen – lachhaft. Irak, Afghanistan, Iran und noch einige
Regionen mehr, beanspruchen derzeit die Aufmerksamkeit der Supermacht. Da bleibt
wenig Zeit für einen ver(w)irrten Populisten wie Chavez. Deswegen muss er
selber lautstark auf sich aufmerksam machen.
Mal
ein paar Flugzeuge von den Russen kaufen und die alten F-16 aus
amerikanischer Produktion an den Iran oder Kuba verkaufen wollen. Dann wieder mal rhetorisch eine Breitseite gegen den „Erzfeind“
USA. Viel Lärm um nichts.
Zusätzlich
baut Chavez aber schon mal eine Fabrik zur Herstellung von Kalaschnikow-Sturmgewehren– mit diesen Kleinwaffen wird man weder die USA, noch einen anderen
Staat
beeindrucken können. Allenfalls der innerstaatliche politische Gegner
lässt
sich damit einschüchtern. Und damit dürfte Hugo Chavez seinem Ziel
wieder einen
Schritt näher gekommen sein.
