Nesselsucht – Krankheit mit 1001 Ursache

Sie kommen angeflogen wie aus dem Nichts: juckende, meist rote Quaddeln. Tatsächlich sieht es aus, als hätte man Brennnesseln berührt. Das hat dem Leiden auch seinen Namen gegeben. Die Gründe dafür liegen aber woanders, die Frage ist nur: Wo genau? Denn Nesselsucht hat viele mögliche Ursachen.

Meist ist der Hautausschlag allergisch bedingt, wobei zahlreiche Auslöser in Frage kommen. Häufig steckt eine Nahrungsmittelallergie dahinter. Zu den üblichen Verdächtigen zählen beispielsweise Erdbeeren, Nüsse oder Schalentiere. Oft sind aber auch Zusatzstoffe von Medikamenten für den Ausschlag verantwortlich. Darüber hinaus können ebenfalls direkte Hautkontakte mit einem Allergen, wie Insektengift, sowie Infektionen, Sonne, Hitze oder Kälte eine solche Reaktion hervorrufen.

So unterschiedlich die Hintergründe, so verschieden ist die Entwicklung des Hautleidens. Meist treten die Pusteln sehr schnell auf, manchmal aber auch erst nach Tagen. Und während bei einigen Betroffenen nur ein paar "Hubbel" zum Vorschein kommen, ist bei anderen eine ganze Hautpartie befallen. Häufig "wandert" der Ausschlag über den Körper, wobei er zu größeren Flächen zusammenfließen kann. In extremen Fällen droht ein allergischer Schock – dann ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.

Bei normalen Verläufen sollte man zunächst überlegen, ob man etwas Ungewöhnliches gegessen, Medikamente eingenommen oder neue Hygiene-Produkte verwendet hat – und diese potentiellen Verursacher erst einmal nach Möglichkeit weglassen. Um den akuten Juckreiz zu stillen, ist es ratsam, sich vom Arzt eine Salbe und Tabletten verschreiben zu lassen. Ansonsten heißt die Devise: abwarten und hoffen. Bei der überwiegenden Zahl der Betroffenen verfliegt der Ausschlag innerhalb weniger Stunden, Tagen oder Wochen von alleine wieder. Wenn nicht können medizinische Diagnose-Verfahren, wie der Prick- oder Provokationstest, bei der Suche nach dem Übeltäter helfen. Nicht selten bleibt die Fahndungsarbeit jedoch ergebnislos. Meistens ist der Nesselsucht trotzdem innerhalb von sechs Monaten wieder vorbei. In seltenen Fällen kann Nesselsucht allerdings Jahre andauern.

2 Meinungen

  1. Seit zwanzig Jahren benutzte ich ein und dieselbe Hautcreme eines großen deutschen Kosmetikaherstellers. Offenbar hat man mit der Verpackung auch die Rezeptur geändert, mit der Folge eines zweiwöchigen Nesselausschlags an meinem Hals und im Gesicht. Ich finde, dass solche Rezepturveränderungen unbedingt auf der Packung hingewiesen werden sollte.

  2. Stefan Stuhlsatz

    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, hat aber an seiner Aktualität bis heute nichts eingebüßt. Was macht heute Ethik im Gesundheitsdienst aus??? Wird Ethik überhaupt noch gelehrt?? Was ist Ethik? Was? Gibt es überhaupt irgendetwas oder nicht viel mehr Nichts?(Nietsche)
    Stefan Stuhlsatz

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