Nascar: Die amerikanische Stock Car-Rennserie im Überblick

NASCAR steht für National Association for Stock Car Auto Racing. Mit Stock Car ist dabei ein Serienfahrzeug gemeint, denn anfänglich wurde nur solche von der Nascar zugelassen.

Wer hat's erfunden?

Die Idee zu der Rennserie hatte William France. Zwischen 1919 und 1933 war Alkoholgenuss in den USA verboten und es florierte der illegale Handel mit dem Hochprozentigen. Um vor der Polizei flüchten und auf Landstraßen schneller vorankommen zu können, tunten die Alkoholschmuggler ihre Wagen und nach einiger Zeit traten sie zum Kräftemessen gegeneinander an. William France begann, Wettkämpfe zu organisieren und wollte bald eine Rennserie planen, was ihm erst nach dem Zweiten Weltkrieg gelang.

Im Jahr 1947 trug sich die Gründung in einer Bar zu, bei der sich William France mit anderen Renn-Veranstaltern zusammensetzte und den Sportverband NASCAR gründete. Diese Gründung bedeutete die Vereinheitlichung der Rennregeln, die sich zuvor je nach Rennveranstalter unterschieden. Am 15. Februar 1948 fand dann das erste offizielle Nascar-Rennen in Daytona (Florida) statt, dabei waren die Stock Cars ganz normale Autos von der Straße.

NASCAR-Ligen

Es gibt neben den regionalen Ligen drei landesweite Rennserien, die die Crème de la Crème des NASCAR-Sportes darstellen. Dazu gehören der Sprint Cup, die Nationwide Serie und die Camping World Truck Serie.
Der Sprint Cup ist die Spitzenliga und die Nationwide Serie ist die zweite Liga. Wenn man in letzterer Liga erfolgreich ist, dann hat man gute Chancen bald beim Sprint Cup mitzumachen. Es gibt aber auch Fahrer, die in beiden Ligen mitfahren. Die beiden Rennserien unterscheiden sich vor allem durch die Fahrzeuge, die an den Start gehen. Die Motorleistung der Rennwagen der „zweiten Liga“ ist weitaus geringer als die der Autos beim Sprint Cup.
Bei der dritten Liga, der Camping World Truck Serie, werden umgebaute Pickup Trucks gefahren.

Die Strecke

Da die Mehrzahl der Rennstrecken in den USA oval sind, finden auch die Nascar-Veranstaltungen auf Ovalkursen statt. Die Länge der Kurse liegt bei dem Sprint Cup zwischen 847 Meter und 4,28 Kilometer. Infolge von schweren Unfällen wurde ein zusätzlicher Sicherheitsschutz, die sogenannte SAFER Barrier, auf den Strecken installiert. Es ist eine aus zusammengeschweißten Stahlrohren bestehende, vorgelagerte Streckenbegrenzung, die sich vor den sonst vorhandenen Betonwänden befindet.

HANS-System

HANS steht für Head and Neck Support und wurde in Folge eines tödlichen Unfalls im Jahr 2001 bei der NASCAR eingeführt. Das System besteht aus einem Schulterkorsett, welches mit dem Helm verbunden ist und unter dem Sicherheitsgurt des Fahrers befestigt wird. Es dienst zum Schutz der Halswirbelsäule und ist Pflicht für jeden Fahrer. Auch in anderen Rennsportserien wie der Formel 1 ist das HANS-System vorgeschrieben.

Car of Tomorrow

Nach einer Entwicklungsdauer von fünf Jahren wurde im Jahr 2007 erstmalig das Car of Tomorrow bei einem Rennen eingesetzt. Initialzündung für das Entwicklungsprogramm war ein tödlicher Unfall im Jahr 2001. Es wurde konzipiert, um den Fahrern eine höhere Sicherheit zu bieten, aber auch um Kosten zu sparen und das Fahrerfeld näher aneinander zu bringen, indem ein einheitliches Design geschaffen wurde. Für die Sicherheit wurde unter anderem der Fahrersitz um ca. 10 cm mehr in die Mitte des Wagens versetzt und spezieller Schaumstoff in die Seitenwände implementiert.
Seit 2008 kommt ausschließlich das Car of Tomorrow beim Sprint Cup zum Einsatz:

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Punktesystem

Zur Saison 2011 wurde ein vereinfachtes Punktesystem eingeführt. Der Sieger erhält 43 Punkte, der Zweitplatzierte 42 und das geht so weiter bis zum letzten Platz, für den es einen Punkt gibt. Für Führungsrunden gibt es Extrapunkte.

Die letzten zehn Rennen werden von den zehn Bestplatzierten bestritten. Zusätzlich gehen noch zwei „Wild Card“-Piloten an den Start, die die meisten Rennsiege erzielen konnten.

Die Homepage der NASCAR findet ihr hier.

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