Formel-1-Weltmeisterschaft – das ändert sich 2018

Bis zum 25. März ist es nicht mehr weit. Dann startet die Formel-1-Weltmeisterschaft mit dem ersten Rennen im australischen Melbourne in ihre 69. Saison. Wie jedes Jahr warten auch diesmal einige Änderungen auf Fahrer, Teams und Fans: Hier sind die wichtigsten Änderungen in der Formel 1 2018.

Strecken

Malaysia taucht 2018 nicht im Rennkalender auf, obwohl der seit 1999 laufende Vertrag eigentlich noch ein Jahr lief. Dafür reist der Formel-1-Tross nach einjähriger Pause wieder zum deutschen Hockenheimring sowie erstmals seit 1990 nach Le Castellet. Frankreich gehört damit nach zehn Jahren wieder zum Rennkalender (zuvor Magny-Cours). Da Robert Kubica ein Comeback als Ersatz-/Testfahrer feiert, dürfte er auch diese „neuen alten“ Strecken befahren.

Reifen und Grid-Girls

Bei den Reifen bringt Lieferant Pirelli zwei neue Mischungen in Umlauf. Dabei handelt es sich um sehr harte beziehungsweise sehr weiche Reifen – Letztere insbesondere für das Rennen in Monaco. Außerdem fallen die fast schon traditionellen Grid-Girls weg, die den so genannten Grid-Kids weichen müssen. Wer dies nicht verkraften kann, der sollte einmal bei der MotoGP vorbeischauen. Dort gibt es ein klares Nein zum Grid-Girl-Verbot.

Der MotoGP in Assen findet vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 auf einer der beliebtesten Rennstrecken statt und ist einen Besuch wert. Für drei Tage machen Teams, Fahrer und Fans in den Niederlanden Station und zelebrieren die Dutch TT mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Schließlich ist Assen die einzige Rennstrecke, die seit 1949 jährlich für WM-Rennen genutzt wird. Tradition pur! Tickets gibt es über Global-Tickets.

Technik

Im technischen Bereich ändert sich in der Formel 1 nicht viel, aber Entscheidendes. So wird das Halo-System eingeführt, das die Sicherheit im Cockpit erhöht. Dadurch steigt das Mindestgewicht auf 733 kg. Für die Radbefestigung kommen nun drei statt zwei Kevlar-Seile zum Einsatz, während einige Flügel verboten sind. Außerdem müssen die Teams in Echtzeit die Hauptöltank-Füllmenge an die FIA übermitteln, damit kein Öl ins Benzin gelangt.

Sportliches

Jahrelang waren Fans in Europa Startzeiten um 14 Uhr gewohnt. Dies ändert sich 2018, schließlich starten die Rennen in Europa um 15.10 Uhr Ortszeit. Apropos Start: Die Frühstartregeln wurden ebenfalls verändert, sodass jeder Fahrer seinen Startplatz in der korrekten Position einnehmen muss. Wegen Halo haben Vettel und Co. nun sieben statt fünf Sekunden zum Aussteigen Zeit. Das Lenkrad muss nach zwölf Sekunden aufgesteckt sein.

Motoren

Antriebseinheiten sind pro Saison nur noch drei statt vier erlaubt. Team Sauber startet mit Ferrari-Motoren, während sich Toro Rosso für Motoren von Honda entschieden hat. Die Honda-Motoren gelten allerdings als die schwächsten im Starterfeld. McLaren geht einen ganz anderen Weg und verbaut 2018 Motoren von Renault.

Fahrer

Im Fahrerfeld ist die ganz große Fluktuation ausgeblieben. Dennoch sind die beiden ausgeschiedenen Fahrer keine unbekannten. Felipe Massa war jahrelang eine feste Größe in der Formel 1 und Teamkollege von Michael Schumacher. Pascal Wehrlein blieben große Erfolg verwehrt, den deutschen Fans wird er aber fehlen. Ersetzt werden die beiden von Sergei Sirotkin (Williams) und Charles Leclerc (Sauber). Den Rücktritt des Weltmeisters, wie 2017 mit Nico Rosberg, gibt es 2018 also glücklicherweise nicht.


Bildquelle: Pixabay, 1605909, katherinelake

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