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    Start » Mysteriöser Scheinzerfall
    Deutschland

    Mysteriöser Scheinzerfall

    2. November 20062 Minuten Lesezeit

    Die Bild deckt heute folgenden Skandal auf: „In ganz Deutschland (17 Städte) tauchten Hunderte zerstörte Banknoten auf." Fehlt noch der Zusatz: (10 Scheine). Die Euronoten wurden mit Chemikalien behandelt, so dass sie bei Berührung mit der Haut langsam zerfallen. Wahrscheinlich sei Schwefelsäure der Grund für das Phänomen. Möglicherweise seien die Scheine mit einem Sulfat-Salz gepudert, das sich in Verbindung mit Feuchtigkeit, wie etwa Handschweiß, zu Schwefelsäure entwickle. Anhand von noten- und Plattennummer kann aber sicher davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um Falschgeld handelt, sondern um Scheine aus einer Bundesdruckerei. Ein Herstellungsfehler halten die Ermittler für ausgeschlossen.

    Die Scheinseuche begann am 21. Juni in Berlin und breitete sich von dort immer weiter aus. Seit August häufen sich die Fälle. Warum erfahren wir erst jetzt davon? Betroffen sind anscheinend Karlsruhe, Würzburg, Frankfurt an der Oder, Magdeburg, Kiel, Bad Mergentheim, Düsseldorf, Gießen, München, Cottbus, Rostock, Leipzig, Erfurt, Koblenz und Freiburg.

    Die Bild vermutet einen „perfiden Erpresser". Die Polizei steht zurzeit noch vor einem Rätsel. Ich glaube, es handelt sich um eine sozialkritische Kunstaktion, wie etwa „The big book crime". Vielleicht von Kapitalismusgegnern oder einer Bewegung, die die gute alte DM zurückhaben möchte. Überraschen würde es mich nicht. Bisher ist Hamburg von dem mysteriösen Scheinzerfall verschont geblieben, aber die „Krankheit" breitet sich aus.

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