Musikalische Rundumschau KW25: Smashing Pumpkins, The Mynabirds und Glen Hansard

Smasing Pumpkins – Oceania

Nicht, ohne vorher über Radiohead herzuziehen, veröffentlichten die Smashing Pumpkins diese Woche ihr neustes Album „Oceania“. Braucht das noch wer? Anscheinend ja, zumindest gab es einige Hallelujahs, die nach den ersten Durchläufen gerufen wurden.
Und ja, wenn man die ersten Gitarrenstürme so über sich herziehen hört, dann geht der Puls nach oben, scheint vergessen zu sein, dass „Zeitgeist“ vor nunmehr 5 Jahren eher zu den Alben gehörte, bei denen man sich eher genötigt fühlte, sie zu hören, als sie wirklich hören zu wollen.
„Oceania“ kann es besser, wie Regen prasseln die Drums im Opener auf einen hernieder, es folgen gewaltvolle, melodiös überschwängliche Songs, die die Stärken der Band hervorrufen. Große Gesten stehen ihnen so gut und auch wenn die Zeiten vorbei sind, wünscht man sich fast, dass man wieder ein emotional verwirrter Teenager ist, um die Tragweite solch eines Albums vollkommen erfassen zu können. Good Stuff.

[youtube BLvMfYrLKZo]

The Mynabirds – Generals

Es ist immer eine Wucht alternative Bands mit starker weiblicher Frontfrau zu hören, vor allem, wenn sie so bedrohlich und verführerisch wie Laura Burhenn sind. 2009 in Washington DC gegründet, ist es ihre Version, die sich hier in einer Mischung aus The Duke Spirit Bluesrock und dramatischer Theatralik a la Tu Fawning vor uns ausbreitet. Mittlerweile lebt die Band übrigens in Nebraska – warum auch immer. Im Interview mit Interview Magazine gestand Laura, dass „Generals“ offensiv und direkt den Zuhörer ansprechen soll.
Dabei kommt sie auch mal direkt zur Sache und nein, damit meine ich nicht lustvolle Freuden, sondern konkrete Sozialkritik, Selbstreflektion und die Überlegung, wie das Älterwerden die Verantwortung vom eigenen Wohlbefinden auf das Wohlbefinden der Umgebung vorantreibt und so versucht Laura damit auch ein großes Stück Hoffnung und Ausdauer zu vermitteln, die man das ein oder andere Mal sicher gut gebrauchen kann.

[youtube cLZCujakjoI]

Glen Hansard – Rhythm and Repose

Seit „Once“ weiß jeder, dass der ungelenke Outspan aus dem Filmklassiker „The Commitments“ eigentlich eher Musiker als Schauspieler ist und das schon seit knapp 30 Jahren. Bei The Frames und The Swell Season (das Duo mit Frau und „Once“ Partnerin Marketa Irglova) bewies er immer wieder, dass er ein großartiger Songwriter ist, nun hat er sich an seine erste Soloplatte gemacht und weiß natürlich auch da mit ruhigen, ehrlichen Songs zu überzeugen. „Rhythm and Repose“ hat einen leichten Country Twang und ist vielleicht etwas zu melancholisch für den Sommer, aber hey, es gibt ja auch Regentage und dafür sollte man sich das Album definitiv aufheben.

[youtube Cbj7B-1zF8o]

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