Migranten in Deutschland gut integriert

Migranten in Deutschland gut integriert

Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben mittlerweile mehr als 300.000 Flüchtlinge einen Job gefunden, Tendenz steigend. Besonders gut stehen die Chancen für junge Menschen, welche gut Deutsch sprechen können, sie haben die besten Voraussetzungen, um eine Arbeitsstelle zu finden.

Erwartungen der BA übertroffen

Die derzeitige Situation gebe keine Veranlassung, schwarz zu malen, so die BA. Laut Vorstandschef Detlef Scheele seien die Erwartungen sogar knapp übertroffen worden, denn mittlerweile seien ganze 238.000 Geflüchtete sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Eine gute Bilanz „dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind, und nicht, um hier einen Job zu finden“, so Scheele.

Als arbeitssuchend bei der BA gemeldet waren im Juli 482.000 Flüchtlinge, dazu zählen auch diejenigen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren.
Rund 187.000 Flüchtlinge sind derzeit arbeitslos gemeldet, eine Zahl die in den vergangenen Monaten relativ konstant geblieben ist.

Viele finden einen Ausbildungsplatz

Auch in Sachen Ausbildung zeigt sich ein positives Bild – laut BA-Chef Scheele haben knapp 28.000 junge Flüchtlinge mittlerweile eine Lehre angefangen, seit Oktober letzten Jahres sind rund 35.000 Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz bei der BA eingegangen. Vor allem junge Menschen, die bereits als Kinder oder Jugendliche eingereist sind, haben bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Der Erfolgskritische Faktor bei der Flüchtlingsintegration ist und bleibt nach wie vor der Spracherwerb. Es ist schlichtweg nicht realistisch, in einem Jahr so gut Deutsch zu lernen, dass es in jedem Fall für die Berufsschule reicht – trotzdem sei man mit dem derzeitigen Förderprogramm zufrieden.

Behördendschungel Deutschland

Für viele Geflüchtete stellt die deutsche Bürokratie ein zusätzliches Hindernis dar, mittlerweile gibt es aber viele Teams und Initiativen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Neuankömmlingen durch den Behördendschungel zu helfen. In Ländern wie Syrien gibt es diese Art von Bürokratie schlichtweg nicht, die meisten Schreiben sind einfach zu kompliziert, um von Menschen mit geringen Sprachkenntnissen verstanden werden zu können.
Wer Hilfe benötigt, wird inzwischen aber auch im Internet fündig. Auf einigen Websites können Flüchtlinge Fragen einsenden, die kostenlos von Experten beantwortet werden.
 
 
Bildquelle: Pixabay, 1226610, fsHH

 

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