Mercedes C-Klasse Test: Reicht der C 180 aus?

Die C-Klasse ist für manche die erste „echte“ Mercedes-Baureihe: Anders als bei A- und B-Klasse gibt’s hier Heckantrieb und Stufenheck. Doch der Schritt dahin ist groß, sodass mancher es beim Basismodell C 180 bewenden lässt. Wir fragten uns: Reicht das aus?


Es muss nicht gleich der C 350 oder gar der C 63 AMG sein, will man in der C-Klasse kommod mobil sein. Nur die Prioritäten sind anders zu setzen. Also Reisen statt Rasen. Und da macht die aktuelle Evolutionsstufe vom 1982 eingeführten Baby-Benz eine gute Figur: Unser Reisegepäck ist rasch im 475 Liter großen Kofferraum verschwunden, dessen Deckel überraschend blechern zufällt. Und wer beim Kauf der Mercedes C-Klasse die richtigen Optionen ankreuzt, wird belohnt: Die Multikontur-Ledersitze im C 180 Avantgarde fallen so bequem wie ansehnlich aus. Mit dem eher schmucklosen Armaturenbrett muss man dann allerdings leben – doch was macht das schon aus? Ist schließlich ein Mercedes mit Heckantrieb.
    

Mercedes C-Klasse Test bringt unerwartet Agilität zutage

Und im Mercedes C 180 ist es dann auch der Hinterradantrieb, der zum Reisekomfort maßgeblich beiträgt: Kein Antriebseinfluss in den Vorderrädern, satte Straßenlage, komfortable Federung, angenehmes Handling auch in flotter genommenen Kurven. Denn der 1,6 Liter große Turbo-Vierzylinder mit 115 kW/ 156 PS und 250 Nm Drehmoment hat mehr Biss, als man es angesichts seiner moderaten Daten erwarten würde. Die C-Klasse Limousine beschleunigt rasch auf beste Reisegeschwindigkeit von 150–160 km/h und kann damit mehr als nur mitschwimmen. Natürlich erhält der in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 spurtende C 180 damit kein Linksspur-Dauerabo, doch es reicht völlig, um nicht ständig hinter die Lkw gedrängt zu werden.

     

An Fahrkomfort mangelt’s im Mercedes C 180 keineswegs

Auch die an sich nicht beeindruckende Leistung der C-Klasse hilft dadurch, angenehm und nicht von wildgewordenen Turbodiesel-Kombis gehetzt ans Ziel zu gelangen. Beim Mercedes C-Klasse Test sorgt ferner die weich und unmerklich schaltende 7G Tronic für niedrige Drehzahlen und damit für Ruhe im Innenraum. Auch das steigert den Reisekomfort im C 180 merklich; bei Überholvorgänger wird es jedoch deutlich lauter. Die Instrumente klar ablesbar, die Bedienelemente der tadellos verarbeiteten Mercedes Limousine ergonomisch und logisch angeordnet. Unser Fazit fällt klar aus: Als Reisewagen für gemäßigte Fahrer ideal. Und nicht verwunderlich: Der C 180 ist ja schließlich ein Mercedes mit Heckantrieb. Allein das macht schon viel aus.

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