Matcha: Anleitung zur Zubereitung des Grüntees

Matcha könnte man als den Espresso unter den Grüntee-Sorten bezeichnen. In Japan hat man sich seit Jahrhunderten auf die Produktion der besonderen Teesorte Tencha spezialisiert. Nur diese Züchtung kommt als Ausgangsmaterial für das hauchfeine, jadegrüne Pulver in Frage, das auch heute noch in einem aufwändigen Herstellungsprozess in Granitmühlen gemalen wird.

Die Partikelgrösse von 5-17 Mikrometer ermöglicht das Aufschäumen zu einer cremig-luftigen Konsistenz, und den unvergleichlichen, leicht süsslichen Geschmack von Matcha, der von Teekennern auf der ganzen Welt geschätzt wird.

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Die traditionelle Zubereitung des Matchapulvers erfolgt nach genau festgelegten Regeln, und ist in jedem Schritt präzisiert. Die volle Zeremonie kann bis zu 4 Stunden dauern. Da diese extensive Methodik für westlichen Geschmack etwas zu umfangreich ausfallen mag, lässt sich das edle japanische Grüntee-Pulver auch unter weniger Zeitauswand zu einem schmackhaften und sehr gesunden Tee verarbeiten. Hier nun das Rezept:

Matcha: Die Zutatenliste

Zutaten für Matcha Tee

  • Teekanne mit 80 bis 90 Grad heissem Wasser
  • Matchapulver
  • Chawan (Matchaschale)
  • Chasen (Matchabesen)
  • Chashaku (Bambuslöffel)

Matcha: Die Zubereitung

1
Als ersten Schritt heißes Wasser in die Matchaschale gießen, um die Schale und den Chasen aufzuwärmen. Den Besen in das Wasser stellen, und 15 Minuten einweichen lassen.
2
Das Wasser aus der Schale leeren und die Schale abtrocknen. Jetzt das Matchapulver in die Chawan geben. Die Menge kann zwischen 0,5 bis 2 Gramm (ca. 2 Bambuslöffel) variieren. In Japan trinkt man zu verschiedenen Anlässen gern eine leichte Mischung mit mehr Wasser, oder auch eine stärkere Variante mit mehr Pulver. Um das Mischungsverhältnis herauszufinden, das am ehesten dem eigenen Geschmack zusagt, muss einfach die Menge Matcha im Tee in mehreren Durchgängen ausgetestet werden.
3
Es dürfen sich keine Klümpchen im Matchapulver befinden, da sonst die Qualität des Getränks beeinträchtigt werden könnte. Sollten in der Mischung Klümpchen zu sehen sein, muss ein wenig kaltes Wasser mit dem Chasen in das Pulver gerührt werden. Hierbei so wenig Wasser wie nötig verwenden, und das Pulver zu einer geschmeidigen Paste aufschlagen.
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Jetzt kann das 80 bis 90 Grad heisse Wasser in die Schale gegossen werden. Es sollten ca. 80 ml Wasser verwendet werden. Das Wasser sollte einen möglichst weichen Härtegrad besitzen, um die typische cremige Konsistenz des japanischen Grüntees zu erreichen. Den Tee jetzt mit dem Besen aufschlagen. Den Griff den Shasen fest in der Hand halten, und aus dem Handgelenk schnelle, präzise Rührbewegungen verrichten.
Der Chasen sollte idealerweise den Boden der Schale niemals berühren.
5
Sobald sich an der Oberfläche des Tees der typische, cremige Schaum bildet, der mit vielen kleinen Bläschen versetzt ist, kann der fertige Matcha serviert werden.
Grüntee ist im Westen nicht unbedingt mit Entspannung und einer ausgedehnten Zeremonie verbunden, doch für die Zubereitung dieser japanischen Spezialität sollte man sich einfach die Zeit nehmen, und die Gelegenheit für eine Ruhepause im Alltag wahrnehmen. Der besondere, süßliche Geschmack des Tees ist einzigartig, und macht ihn zu einem idelalen Getränk für jeden Tag. Am besten reicht man zu Matcha einige Wagashi. Diese japanischen Desserts gleichen oft kleinen Kunstwerken, und harmonieren geschmacklich perfekt mit dem traditionellen Tee.

Tipps und Hinweise

  • Zu dem Matcha Tee passt dieses original japanische Rezept: http://wagashi-net.de/blog/wagashimaniac/2010/10/bota-mochi/
  Zubereitungszeit: 15 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

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