Marrakesch – Königsstadt Marokkos

Jede dieser Städte war zu einem Zeitpunkt der Geschichte Marokkos die Hauptstadt einer großen Herrscherdynastie des Landes und sind heute die wichtigsten touristischen Attraktionen des Landes.

Marrakesch – Stadt der Berber und Normaden

Aus einem ehemaligen Karawanenlager entwickelte sich Marrakesch unter der Herrschaft der Almoraviden zur Hauptstadt (1070 bis 1147). Von 1147 bis 1269 war Marrakesch Herrschersitz der Almohaden und von 1554 bis 1659 der Saadier. Gegründet wurde Marrakesch 1062 von Yusuf ibn Taschfin, dem Führer der Almoraviden. Die Almoraviden waren eine Berberdynastie in Marokko, deren Heere später Andalusien eroberten.

Die bis heute erhaltenen, imposanten Stadtmauern Marrakeschs ließ der Sohn von Yusuf Ali Ben Youssouf errichten. Im 12. Jahrhundert eroberten die Almohaden Marrakesch und erbauten die Koutoubia-Moschee, die heute zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs gehört. Unter der Dynastie der Alaouiten, der auch das heutige Herrscherhaus entstammt, wurde Fés zum Regierungssitz gewählt.

Die Perle des Südens – Sehenswürdigkeiten von Marrakesch

Aufgrund der zahlreichen architektonisch bedeutender Gebäude wird Marrakesch auch als Perle des Südens bezeichnet. Besonders die Koutoubia-Moschee aus dem Jahre 1162, der Kasbah und der Ben-Jusuf-Meders aus dem 14. Jahrhundert gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Marrakesch. 1985 wurde die Altstadt mit dem Agdal-Gärten und den Menaragärten zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Zahlreiche Hotels und Riads verbinden modernen Komfort mit orientalischem Flair. Tagesausflüge zu den Wasserfällen von Quazud und andere Naturschauspiele bieten den Besuchern abwechslungsreiche Erlebnismöglichkeiten in der Umgebung von Marrakesch.

Im Zentrum der Altstadt liegt die Hauptattraktion, die Djemaa el Fna, ein weltberühmter mittelalterlicher Markt- und Henkersplatz.  Bis zum Anfang des des 20. Jahrhunderts wurden hier die Köpfe der Hingerichteten zur Schau gestellt. Vom Markt führt der Medrassa Weg zum prachtvollen Palais de la Bahia des Königs Hassan II., dem Königspalast und den Saadier-Gräbern, einer hinter hohen Mauern versteckten Totenstadt.

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