Als Ur-Berliner war es fast zwangsläufig, dass Barth sich eines Juhnke-Klassikers bedient, um den Fans zu danken, die ihn mit seiner Wette nicht im Stich gelassen haben. Den Mut, sich dieser Herausforderung zu stellen, ringt zwar den Kritikern einen Hauch von Respekt ab, das Programm wird wie eh und je zerrissen.
An dieser Stelle fällt mir immer nur eine Anekdote aus dem alten Rom ein, wonach ein betagter Politiker im übertragenen Sinne davon sprach: Möchte man geliebt werden, muss man den Pöbel unterhalten. Nun, ganz so schlimm ist es nicht, aber der Degradierung durch renommierte Portale wie Spiegel wird Mario Barth nicht vollends gerecht. Sicherlich ist es richtig, dass er mit Songs wie „Cherry Lady“ oder „Holzmichel“ die Massen unterhalten wollte, aber gerade darauf basiert der Erfolg eines Mario Barth. Tiefsinniger Humor, wie man es gerne hätte, ist nicht Massen tauglich und letztendlich geht es doch wie überall ums Geld verdienen.
Die neue Single aus dem Hause Barth, kann schon als glaubwürdiges Dankeschön an die Fans verkauft werden. Man stelle sich nur das Fiasko vor, ihm wäre es nicht gelungen das Stadion zu füllen – dies wäre einem Karriereende gleichgekommen. Wer also mag, kann diesen Mut belohnen.