Luftverschmutzung in Deutschland:
EU-Kommission spricht Warnung aus

feinstaubbelastung deutschland

Smogalarm und Luftverschmutzung kennen wir hauptsächlich aus großen Industriestädten in China, Russland und Indien. Doch auch in Deutschland wird die Luft durch Abgase verpestet. Die EU-Kommission in Brüssel hat nun per Mahnschreiben eine vorerst letzte Warnung ausgesprochen. Hält sich die Bundesrepublik nicht an die Grenzwerte, muss die Regierung mit Sanktionen rechnen.

Deutschland muss Grenzwerte einhalten, sonst drohen Sanktionen

Zum wiederholten Mal seien die „Grenzwerte für die Luftverschmutzung durch Stickstoffdioxid“ überschritten worden, heißt es in dem Mahnschreiben der EU-Kommission. Vor allem die Großstädte von Berlin über Köln bis nach München zählen dazu. Dieselfahrzeuge sind mit 80 Prozent für den größten Teil des Stickstoffdioxid-Ausstoßes verantwortlich, für den seit 2010 strenge Grenzwerte in der gesamten EU gelten. Ein Grund dafür, warum seit einigen Jahren ältere Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter aus den Städten verbannt werden. Dafür sorgen die bunten Umweltplaketten.

Um die Vorgaben der EU zu erfüllen, muss das Verkehrsaufkommen massiv reduziert und die Verwendung alternativer Brennstoffe beziehungsweise der Umstieg auf Elektrofahrzeugen angestrebt werden. Deutschland hat nun wie die ebenfalls verwarnten Nachbarländer Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien zwei Monate Zeit, um zu handeln. Ansonsten droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Die schlechte Luftqualität ist nicht nur in Deutschland ein Problem. Insgesamt werden in 23 der 28 EU-Staaten die Grenzwerte für Stickstoffoxid und Feinstaub überschritten.

Stuttgart ist Spitzenreiter in puncto Feinstaub

Nicht Berlin, Frankfurt oder Hamburg ist Spitzenreite der hiesigen Feinstaubsünder. Ausgerechnet die baden-württembergische Landeshaupt- und Autostadt überschreitet regelmäßig, teilweise an über 60 Tage im Jahr, die Feinstaubgrenzwerte. Stuttgart liegt in einem Tal. Die durch Industrie und Verkehr verursachten Feinstaub- und Abgaspartikel sammeln sich häufig über der Stadt und können aufgrund der meteorologischen Witterungsbedingungen nicht in die Atmosphäre entweichen – warme Luftschichten im Winterhalbjahr verhindern das.

Wird Feinstaub-Alarm über Radio, TV sowie Verkehrstafeln ausgerufen, sind die Bürger dazu angehalten weniger mit dem Auto und mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zu fahren. So soll das Ausmaß der Umweltbelastung minimiert und in Grenzen gehalten werden. Nach Vorgaben der EU müssten sich die Tage, an denen Feinstaubgrenzwerte überschritten werden, auf etwa die Hälfte reduzieren.


Fotonachweis: Pixabay, 611668, Foto-Rabe


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