„Litfasssäule“ oder „Litfaßsäule“ – welche Schreibweise ist richtig?

Die Geburt des Begriffs „Litfaßsäule“ geht weit in die Geschichte der Werbung zurück. Im Jahr 1855 ließ der Drucker und Verleger Ernst Litfaß die ersten nach ihm benannten Litfaßsäulen in Berlin aufstellen. Ursache hierfür war seine Verärgerung über das wilde Plakatieren seiner Zeitgenossen an den Wänden und Mauern der Stadt: Die Bekanntmachungen für Theater– und Zirkusvorstellungen hingen überall, wo sich Platz dafür fand. Litfaß ließ sich vom Erscheinungsbild anderer europäischer Städte seiner Zeit inspirieren und erhielt daraufhin im Jahr 1854 die Erlaubnis zur Errichtung seiner ersten „Annoncier-Säulen“ in Berlin. Diese heißen heute „Litfaßsäulen“.

Der Eigenname gilt

Da Eigennamen nicht unter die hiesigen Rechtschreibregeln fallen, schreibt man die Litfaßsäule so wie den Nachnamen der Person, der sie erfand und nach dem sie benannt wurde. Auch die neue Rechtschreibregelung hat darauf keinen Einfluss: Trotz des vorgestellten kurzen Vokals bleibt das „ß“ im Wort bestehen. Einzige Ausnahmen: Die Schweiz und Liechtenstein – dort ist das ß nicht bekannt und wird durch das Doppel-S ersetzt.

Ein paar Beispiele:

  • Die Litfaßsäule hat ihren Ursprung im Berlin des 19. Jh.
  • Auch heute noch kann man im Stadtgebiet Plakatflächen auf Litfaßsäulen vorfinden.
  • Um die Werbewirkung zu erhöhen, werden Litfaßsäulen bevorzugt an öffentlichen Plätzen aufgestellt.

    Bildquelle: Pixabay, advertising-pillar, 293536 1280

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