Liebesbrief: die Sehnsucht in Worte kleiden

Liebesbrief schreiben

Hand aufs Herz: Was tun Sie, wenn Sie Gefühle ausdrücken möchten, die Ihnen nicht so leicht über die Lippen kommen? Eine Bitte um Verzeihung etwa, ein Versöhnungsangebot, das erste Eingeständnis Ihrer großen Zuneigung? Oft fallen einem die Worte schwer, man ist im entscheidenden Moment zu aufgeregt oder weiß einfach nicht, was man sagen soll. Wie wäre es mit einem Liebesbrief? Selbst wenn Sie kein lyrisches Genie sind, wird sich der Adressat sicherlich über eine solche Geste der Zuneigung freuen.

„Die Liebe ist ein großer Dichter…“

…lautet ein berühmtes Zitat, in dem Giacomo Casanova, seines Zeichens Schriftsteller und Experte in Sachen Liebesdingen, einen wertvollen Hinweis gibt, wo Sie die besten Inspirationen für den richtigen Ausdruck in Herzensangelegenheiten finden werden. Sie sind verwirrt und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Macht nichts – im Gegenteil. Geben Sie es einfach zu, und zwar schriftlich. Der Mut dazu zeigt dem geliebten Menschen bereits, wie zärtlich und leidenschaftlich Sie für ihn empfinden. Wenn Ihnen gar nichts mehr dazu einfallen will, sehen Sie woanders nach – im Internet zum Beispiel, wo Ihnen viele schöne Zitate in Sachen Liebe begegnen wird. Abschreiben ist okay, wenn Sie damit Gefühle ausdrücken und nicht nur beeindrucken wollen. Nützliche Tipps zum Verfassen von Liebesgeständnissen aller Art erhalten Sie z. B. hier auf Liebessprueche.eu.

Der schriftliche Liebesbeweis

Handgeschrieben, auf gutem Papier, vielleicht sogar mit Füller und vor allem leserlich, zeigt Ihre Liebeserklärung sehr viel von der Wertschätzung, die Sie dem Empfänger entgegenbringen, denn Sie verwenden Zeit und Sorgfalt darauf, die Sehnsucht in Worte zu kleiden. Liebesbriefe haben eine erstaunliche Tendenz, selbst viele Jahrzehnte unbeschadet zu überstehen, sie wandern nur selten ins Altpapier – zum Teil selbst dann nicht, wenn die beiden Verliebten längst kein Paar mehr sind. Ob leidenschaftliche Botschaften per E-Mail, SMS oder in sozialen Netzwerken – vorausgesetzt sie wurden nicht gelöscht – nach so langer Zeit ebenfalls noch Herzklopfen oder romantische Erinnerungen wecken können? Wohl kaum. Ganz nebenbei: Angenommen, Sie haben tatsächlich ein Zitat oder einen ganzen Liebesbrief aus dem Internet abgekupfert und werden erwischt – handschriftliche Zeilen zeigen zumindest Ihr persönliches Engagement, und zwar viel deutlicher als „Copy-Paste“ das tun könnte.

„…so viele Grüße wie Fische im Meer…“

sollte ein Verliebter schon im Mittelalter seiner Angebeteten schicken. Nachzulesen ist das in der ältesten bekannten Anleitung fürs Verfassen von Liebesbriefen. Sie stammt von einem Autor namens Guido und wurde ausgerechnet in Verona entdeckt, dort, wo mit „Romeo und Julia“ die wohl ergreifendste Liebesgeschichte aller Zeiten spielt.

Foto stammt von: matttilda (Fotolia)

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