Liebe Eltern, bitte mehr vorlesen!

In Deutschlands Familien wird zu wenig vorgelesen. Und das betrifft fast jede dritte Familie, in der Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren leben. Die „Stiftung Lesen“ will Kinder und Eltern mehr zum Buch führen – mit Unterstützung von Apps, die das bequeme Vorlesen auf Smartphones oder Tablets ermöglichen.

Mit Lese-Apps Kindern vorlesen

Das Leseverhalten der Deutschen hat sich verändert. Während Buchliebhaber nach wie vor das Lesen in einem schönen Schmöker bevorzugen, lesen viele andere via Smartphone oder Tablet-PC. Auch Eltern greifen immer häufiger zum Smartphone als zum Kinderbuch, um den Kleinen etwas vorzulesen. Für das bundesweite frühkindliche Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, das vom Bundesbildungsministerium und der Stiftung Lesen finanziert wird, hat der Friedrich Oetinger Verlag eine Vorlese-App entwickelt – eine von drei derzeit verfügbaren Lesestart-Apps. Den Anfang machte der Carlsen Verlag mit seiner Pixi-App, es folgte der Ravensburger Verlag und nun Oetinger. Außerdem werden zunehmend fremdsprachliche Bücher und Geschichten in Englisch, Polnisch, Türkisch und Russisch angeboten. Das Angebot steigt stetig.

In einem Interview mit der dpa erklärt Oetinger-Sprecherin Frauke Jansen, wer mit der App erreicht werden soll: „Die App richtet sich mit ihren verschiedenen Sprachen – neben Deutsch auch Polnisch, Russisch und Türkisch – aber auch gezielt an Familien mit Migrationshintergrund. Wir möchten auch Kinder erreichen, die bislang wenig oder gar keine Berührung mit Kinderbüchern hatten. Die App ist extra so aufgebaut, dass sie zum Buch hinführt – ob auf elektronischem Gerät oder – im Idealfall – zum gedruckten Buch.“

Auch Väter sollten mehr vorlesen

Die Vorlesestudie von 2013 ergab, dass viele Eltern zu wenig vorlesen. Mit der neuen App sollen all diese Eltern angesprochen werden, um Kinder an Bücher heranzuführen. Gerade mit Angeboten für Smartphones und Tablet-PCs hoffe Oetinger laut Frauke Jansen, „auch Eltern und besonders Väter stärker zu erreichen. Die Affinität zur Technik ist bei den Vätern noch größer als bei den Müttern. Wichtig ist uns das gemeinsame Leseerlebnis. Gerade Eltern, die nicht oder wenig vorlesen, sollen an das Thema Leseförderung herangeführt werden. Vorlesen ist nun mal der beste Weg zum Lesen.“

Bis 2018 sollen in Deutschland 4,5 Millionen Kinder ein Lesestart-Set erhalten haben. Grund: Nachweislich fördert der frühe Kontakt mit Schriftsprache die Intelligenz und das intrinsische Interesse an Büchern und Schrift.

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Foto: Thinkstockphotos, iStock, 474694314, Anna Bizon

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