Lebensphasen: Arbeiten und Ausbildung

Und stellt fest, dass es mit der gesellschaftlichen Akzeptanz recht unterschiedlich bestellt ist. Positiv: Viele Menschen, gerade die jüngeren und – Gott sei Dank – das enge familiäre Umfeld findet diesen Schritt gut für S. und unterstützt sie dabei. Im weiteren Umfeld ist das Bild differenzierter. Respekt vor einer mutigen Entscheidung kommt genauso vor wie negative Reaktionen von offener Skepsis über Unverständnis bis hin zu Neid über die Courage von S.

Egal ob positive oder negative Reaktionen, S. muß sich erklären, und das zeigt vor allem eines: Ein solcher Schritt ist noch lange nicht in der gesellschaftlichen Realität angekommen. Genauso wenig wie in der staatlichen. Bafög gibt's mit über 30 keines mehr, die studentische Krankenpflichtversicherung auch nicht. Nach Aussage des Sachbearbeiters der BKK ist man in dem Alter per Definition kein Student mehr… S. betrifft es zwar nicht, aber auch Dinge wie eine Gebühr für das zweite Studium stehen flexiblen Ausbildungsphasen im Weg.

Das zeigt, dass ein neues Lebenskonzept von sich abwechselnden, durchaus längeren, Arbeits- und Ausbildungsphasen noch nicht in der gesellschaftlichen Realität angekommen ist. Dabei ist gerade das eine Antwort auf die sich schneller wandelnden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Und: Immer weniger Menschen können bzw. möchten aus unterschiedlichen Gründen lebenslang im gleichen Job arbeiten.

Wechselnde Arbeits- und Ausbildungsphasen, auch bei den Ü30 und warum nicht auch bei den Ü40, werden zukünftig eher die Regel werden. Oder?

Eine Meinung

  1. Ich selber studiere an einer Fachhochschule und dort kann man zunehmend beobachten, dass die Kommilitonen älter werden. So beginnen immer mehr über 30-Jährige ein Studium, da sie nach ein paar Jahren der Berufserfahrung festgestellt haben, dass sie ohne Studium in ihrer Laufbahn doch beschränkt sind…

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