Lebensmittelvergiftung: Anzeichen und Behandlung

Eine Lebensmittelvergiftung ist eine Reaktion des Körpers auf verunreinigte oder giftige Nahrungsmittel. Am häufigsten wird sie durch von Bakterien gebildeten Giftstoffen, den Enterotoxinen, ausgelöst. Die meisten dieser Giftstoffe sind hitzestabil und werden auch durch längeres Kochen oder Erhitzen nicht zerstört. Auch der Genuss giftiger Pilze, Fische oder Muscheln kann Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Des weiteren kann die Verwendung oder Lagerung von säurehaltigen Speisen in Behältern wie Kupfer oder Zink Metalle herauslösen und auch eine Vergiftung verursachen.

Welche Symptome sind bei einer Lebensmittelvergiftung zu beobachten?

Je nach Erreger treten sofort oder mehrere Stunden nach dem Genuss der verseuchten Nahrungsmittel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe und eventuell auch Fieber und Schüttelfrost auf. Nach dem Verzehr giftiger Pflanzen oder Pilze können zusätzlich Krämpfe, Fieber oder Halluzinationen auftreten. Bei Fischvergiftungen kann es neben Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auch zu Lähmungen der Skelett-und Atemmuskulatur kommen, was tödlich enden kann.

Da Durchfall und Erbrechen bei einer Lebensmittelvergiftung zu einem erheblichen Verlust von Flüssigkeit und wichtigen Mineralsalzen führen und den Körper erheblich schwächen, muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, z.B. durch die regelmäßige Aufnahme von Mineralwasser, Kräutertee, Frucht-, Gemüsesäften oder Suppen. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden in wenigen Tagen von selbst ab, in schweren Fällen können aber auch Antibiotika zum Einsatz kommen.

Eine weitere schwere Form ist der Botulismus, der durch das Bakterium Clostridium botulinum hervorgerufen wird. Man findet es meist in Fleischgerichten, die nicht ausreichend geräuchert oder gepökelt wurden. Da das Bakterium unter Ausschluss von Sauerstoff lebt, trifft man es auch in ungenügend sterilisierten Konserven an. Eine aufgeblähte Konservendose gehört deswegen unverzüglich in den Müll. Das Gift dieses Bakteriums bewirkt Störungen im Nervensystem, wie Seh-, Sprach und Atemstörungen sowie Mundtrockenheit und Harnverhaltung. Bei Verdacht sollte deshalb unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, der ein Gegengift verabreichen kann. Unbehandelte Botulismusvergiftungen können zum Tod führen!

Welche Nahrungsmittel sind besonders betroffen?

Generell können alle Lebensmittel mit Bakterien kontaminiert sein, so dass man immer vorsichtig sein muss. Auslöser sind besonders häufig bakterienverseuchte Fleisch-, Ei- und Milchprodukte. Auch sollten unbekannte Pilz- oder Pflanzenarten, die man im Wald gesammelt hat, nicht verzehrt werden. Verändert eine Speise ihren Geruch, die Farbe oder die Konsistenz ist es angeraten auf den Genuss zu verzichten! Vorsicht gilt auch bei verdorbenen Konserven, die häufig aufgebläht sind. Falls Mahlzeiten von mehreren Familiemitgliedern eingenommen werden, ist eine konsequente Hygiene insbesondere bei der Toilettenbenutzung wichtig, um eine Ansteckungung zu vermeiden.

Welche Vorsichtsmaßnahmen können getroffen werden?

Die Keimvermehrung wird generell durch warme Temperaturen begünstigt, so dass es gerade in den Sommermonaten oder während des Urlaubs in warmen Ländern besonders häufig zu Lebensmittelvergiftungen kommt. Daher ist eine durchgängige Kühlung der Lebensmittel essentiell und die Lebensmittel sollten nach dem Kauf schnell entsprechend gelagert werden. Bei wiederholten Aufwärmen sollte man darauf achten, die Speisen nicht nur zu erhitzen, sondern kurz aufzukochen.

Auch sollte man darauf achten, Arbeitsflächen und Küchenutensilien sauber zu halten, damit sich in den feinen Ritzen keine Keime vermehren können. Auch der Kühlschrank und der Küchenschwamm sind Bakterienherde und sollten daher öfter mit heißem Wasser und Spülmittel gesäubert werden!

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