Kosten der Zeckenimpfung: Zahlt die Krankenkasse?

Die Kosten für die Zeckenimpfung sind gut angelegt, denn ein Zeckenstich kann böse Folgen haben. Von April bis Oktober dauert die Hochsaison der kleinen Spinnentierchen. Zecken sind Überträger der  Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Borreliose, an der jährlich bis zu 100.000 Bundesbürger erkranken.

Während FSME weithin bekannt ist, unterschätzen viele Menschen die Gefahren der Borreliose, die zu schweren chronischen Gelenkbeschwerden, neurologischen Veränderungen und Lähmungen führen kann.

Zeckenimpfung und Krankenkasse

Eine Zeckenimpfung gegen FSME kann ab dem ersten Lebensjahr eines Menschen durchgeführt werden, wobei zunächst eine Grundimmunisierung erforderlich ist, die drei Impfungen innerhalb eines Jahres erfordert. Ist diese Grundimmunisierung erfolgreich abgeschlossen, wird lediglich noch eine Auffrischung alle 3-5 Jahre benötigt, um gegen Zeckenbisse bestens geschützt zu sein.

Die Kosten für die Zeckenimpfung werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, wenn Sie in einem der offiziell vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiete (Endemiegebiete) leben.

Zu diesen Regionen gehören die südlichen Bundesländer Deutschlands, Österreich, sowie einige osteuropäische Staaten. Hierzulande ist das Virus besonders in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verbreitet. Wer sich zudem viel in Waldregionen aufhält, setzt sich einem höheren Risiko aus, von einer Zecke gebissen zu werden.

Welche Kosten können entstehen?

Auch wenn die Kosten für die Zeckenimpfung in der Regel für die Versicherten kostenlos ist, können Kosten entstehen, wenn zum Beispiel die Auffrischung vergessen wird und deswegen erneut eine Grundimmunisierung durchgeführt werden muss. Allerdings wird dies von den einzelnen Krankenkassen unterschiedlich gehandhabt.

Gegen die in ganz Deutschland verbreitete Borreliose gibt es bislang keine Schutzimpfung. Daher ist es um so wichtiger, Zeckenstiche zu vermeiden, indem man sich mit Zeckenschutzmitteln einreibt, lange Kleidung trägt und den Körper nach einem Aufenthalt im Freien gründlich absucht.

 

 

 

3 Meinungen

  1. Hubert Bubendorfer

    Komisch, ich wusste gar nicht, dass das gebietsabhängig ist, Wir sind hier in Bremen bei der hkk versichert und die übernahmen die Kosten vor unsrerem Urlaub ohne Probleme.

  2. Vor einem Jahr verstarb meine Tante,seidem versorge ich meinen Onkel,83 Jahre,gehbehindert, und fuehre seinen Haushalt.Kann ich bei bzw. Er,bei seiner Krankenkjasse mich als Haushaltshilfe beantragen?Was muessen wir beachten?

  3. Ich bin eine Schmerzpatientin,50% Behindert,Bandscheibenvorfall, 4 Operationen, jetzt noch mit einen Schmerzkatherter, der aber bald entfernt wird. Ohne Schmerzmittel könnte ich mich gar nicht mehr bewegen. Besonders Putzarbeiten fallen mir sehr schwer. Habe zwei Söhne,10 und 14 Jahre. Kann ich eine Haushaltshilfe beantragen? Und wieviel müßte ich selber zahlen?

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