Kokosöl für Haut und Haare: Wie ein günstiges Naturprodukt Sie schöner machen kann

Kokospalmen (Cocos nucifera) liefern mit ihren Früchten, den Kokosnüssen, ein wahres Wundermittel für die Körperpflege. Seit Jahrtausenden verwenden die Völker Asiens, Afrikas und Südamerikas das kalt aus der Kokosnuss gepresste Kokosöl (Oleum cocos). Es wird vor allem als Butterersatz zum Kochen verwendet, aber auch als einfach herzustellendes, kostengüstiges Pflegeprodukt angewendet. Ein Allround-Produkt, das viele, gesunde Eigenschaften hat. In Deutschland ist Kokosfett unter dem Markennamen Palmin seit über 100 Jahren bekannt.

Das Öl der Kokusnuss enthält als Inhaltsstoffe unter anderem Laurinsäure, die als Grundlage für Shampoos, Sonnenschutzcreme, Aftersun-Produkten, Rasierseife aber auch als Bade- und Massageöl, für Hautcremes und Seifen verwendet wird. Das Öl hat eine feuchtigkeitsspendende Wirkung und wirkt zugleich kühlend, ohne jedoch tief in die Haut einzudringen.

Indische Pflegetipps: Kokosölkur im Sommer

Indische Frauen pflegen ihre langen Haare mit dem farblosen Öl, um in der austrocknenden Sonne den Haaren mehr Halt, wichtige Inhaltsstoffe und Glanz zu verleihen. Das Öl schützt vor den schädlichen Einflüssen der UV-Strahlen und hilft auch gegen Schuppenbildung. Zunächst waschen sie ihre Haare und reiben sie anschließend kräftig mit Öl ein und lassen den Kopf in der Sonne trocknen. Die Fettrückstände werden anschließend erneut gewaschen und ausgespült. Die optische Wirkung ist bei kräftigem, schwarzen oder dunklem Haar allerdings besser als bei feinen blonden Haaren – die heilende Wirkung jedoch dieselbe.

Meist wird auch der ganze Körper mitsamt den Haaren mit Öl eingerieben. Das Öl wirkt kurz ein und wird dann mit sauberem Sand vom Strand abgerieben und ein ausgiebiges Bad im Meer genommen. Die Kombination aus Öl, Peeling und Salz erneuert die Haut und verschafft ihr ein junges Aussehen. Am ehesten eignet sich eine Haar- und Hautkur im Sommerurlaub am Meer. Da das dünnflüssige Öl schnell tropft und Fettflecken hinterlässt, empfiehlt sich die Anwendung im Freien, nackt und eher in privater Atmosphäre. Das überschüssige, nicht von Haut und Haar aufgesaugte Öl, sollte anschließend mit saugfähigem Küchenpapier abgetupft und mit sanftem Duschgel abgeduscht werden.

Kokosöl als Massageöl – kühlend und belebend

Das Kokosnussöl kann auch als therapeutisches Heilmittel äußerlich angewendet werden. Als Massageöl eignet sich das Öl der Kokosnuss wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe ebenfalls hervorragend. Eine Massage mit leicht erwärmtem Öl hilft gegen Stress und verhilft der Haut wieder zu ihrem natürlichen chemischem Gleichgewicht. Es macht die Haut weicher und wirkt gegen Austrocknung, verhindert Faltenbildung, Hautalterung und Altersflecken.

Auf gute Qualität achten und kein altes Öl verwenden

Es ist ratsam, beim Kauf auf hochwertige Qualität zu achten. Wie alle Öle, kann auch das Fett der Kokosnuss ranzig werden und damit schädliche Wirkstoffe für den Körper entwickeln. Ähnlich wie beim Olivenöl sollte kalt-gepresstes Öl verwendet werden. Die Haut reagiert extrem sensibel auf verdorbenes Öl. Meist werden die Kokosnüsse nach ihrer Ernte lange im Freien gelagert und erst 45 Tagen später weiterverarbeitet. Die lange Lagerung lässt die Kokosnüsse antrocknen, der Wassergehalt nimmt ab und Fruchtfleisch und Fett werden schnell ranzig.

In Deutschland konkurrieren zahlreiche Anbieter von Naturprodukten um eine  anspruchsvolle und gesundheitsbewusste Kundschaft. Gerade in der populären Ayurveda-Küche und indischen Heilkunst wird viel hochwertiges Kokosöl verwendet, womit das Produkt auf dem hiesigen Markt auch frisch erhältlich ist. Da Kokosfett und Öl sehr preiswert hergestellt wird, sollte man Händler mit fairen Anbaubedingungen unterstützen. Der kleine Aufpreis garantiert gute Qualität und hilft, einheimischen Bauern in den Philippinen, Indonesien oder Indien ihre Familien zu ernähren.

Man achte beim Kauf auf Qualitätsmerkmale wie:

  • 100% reines, kalt gepresstes Bio-Kokosöl (Virgin Coconut Oil)
  • hoher Anteil von 59,42% Laurinsäure
  • aus kontrolliert biologischem Anbau
  • faire Anbaubedingungen
  • erntefrisch aus 1. Kaltpressung
  • nicht raffiniert und desodoriert
  • 0% Transfettsäuren
  • nicht gehärtet
  • ungebleicht       

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