Kokosnuss oder Kokusnuss?

Was eine Gesichtsmaske und die Kokosnuss gemeinsam haben

Ganz einfach: Beide Worte lassen sich nämlich von dem spanischen Begriff „coco“ ableiten. Und coco bedeutet eigentlich „Kinderschreck“, denn mithilfe der Schale einer Kokosnuss wurden Masken angefertigt, die damals den Kindern Angst machen sollten. Und weil die Ableitung daher stammt, schreibt man das Wort auch mit „o“, Kokusnuss wäre also die falsche Variante. Wer Schwierigkeiten hat, sich dies zu merken, der kann sich eventuell andere Bezeichnungen zunutze machen, die das Wort „Kokos“ enthalten, zum Beispiel Kokosmilch oder Kokospalme. Auch die Übersetzung ins Englische verdeutlicht, wie die richtige Schreibweise aussieht, denn auch dort heißt es „coconut“.

Frucht oder Nuss? Und: Wer hat eigentlich die Kokosnuss geklaut?

Naja geklaut ist hier wohl der falsche Ausdruck, jedoch gar nicht so abwägig wie mancher vielleicht glaubt. Denn Kokosnüsse werden nicht nur von sogenannten Palmkletterern geerntet, sondern auch von Markaken-Äffchen. Diese werden speziell dressiert, eine Kokosnuss so lange zu drehen, bis sie hinunter fällt. Die Kokospalme ist vor allem in warmen Gebieten weit verbreitet und benötigt viel Licht. Obwohl der Stamm relativ dünn ist, erreichen diese Bäume eine Höhe von bis zu 25 Metern, kein Wunder also, dass Affen zur Ernte bevorzugt werden.

Obwohl der Name etwas anderes erahnen lässt, zählen die Kokosnüsse zu den sogenannten Steinfrüchten. Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und Vitamine zählt diese zu den „vollständigen Lebensmitteln“ was bedeutet, dass sich der Mensch wochenlang von Kokosnüssen ernähren könnte, ohne das Mangelerscheinungen auftreten würden. Und nicht nur in unserer Küche, sondern besonders in Tropen-Mahlzeiten nimmt diese Frucht einen hohen Stellenwert ein. So werden zum Beispiel die Kokosmilch und das Kokoswasser für die Getränkeherstellung verwendet und das wertvolle Fleisch für kleinere Snacks.

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2 Meinungen

  1. Da es auf dieser Website um korrekte Schreibweise geht, erlaube ich mir ein paar kurze Hinweise:
    – es schreibt sich „abwegig“ – von Abweg („auf Abwegen sein“) – nicht „abwägig“
    – die Affenart heißt „Makaken“, nicht „Markaken“
    – es schreibt sich „ohne dass“, nicht „ohne das“ Mangelerscheinungen (…), da hier kein Adjektiv

  2. Alexandra Schäfer

    Hallo Johannes,

    für deine Ergänzungen / Verbesserungen danke ich dir. 🙂 Kleine Fehler kommen leider hin und wieder einmal vor, aus Unwissenheit oder weil ich den Artikel vor Abgabe nicht ordentlich auf Fehler überprüft habe. Ich werde dies in meinen nächsten Artikeln sicher mehr berücksichtigen.

    Liebe Grüße

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