Kinectimals: Kinect Spiel für die Xbox 360

Inmitten bunter Inselgrafiken pürscht dickes Fell durch das Gras. Ein Tiger, ein Löwe, ein Panther, auf Streifzug? – Die Grafik sieht zu knuffig aus, als dass wir uns in Lebensgefahr befinden könnten. Ein süßes Tigerjunges springt an die Mattscheibe und möchte mit uns schmusen. Das Kinect Spiel will uns mit 40 wilden Haustieren zusammenbringen können, die etwa 30 Aktivitäten beherrschen.

Kinect führt „Kinetik“ und das englische Wort „connect“ zusammen. Das erklärte Ziel von Altmeister Peter Molyneux war es auch, mit der neuen Kameratechnologie für die Xbox den Eindruck einer intuitiven Verbindung zum Spielgeschehen zu erreichen.

Kinectimals: Hype oder must have?

Der Körper selbst ist jetzt der Controller. Natürlicher könnte es nicht sein. Die Welt der Spieler brennt darauf, das Kinect-Körpergefühl selbst zu erfahren. Manche der Videos geben aber Anlass zur Skepsis.

Noch konnte kaum ein Interessent die Kameratechnologie selbst ausprobieren. Woher soll man also wissen, was an den Vorführvideos echt ist? Das Video ist ein geschnittener Werbefilm, der zumindest einmal Lust auf mehr macht. Wie „intelligent“ die Konsole wirklich auf den Menschen reagiert, verrät er nicht.

An den Aufnahmen von Live-Präsentationen fallen sogleich Ungereimtheiten ins Auge. Die auf Großleinwand präsentierten Videos zeigten Bewegungen, bevor die angeblich steuernden Spieler auf der Bühne sie ausgeführt hatten. Teils sah es so aus, als würden die Models die Leinwand imitieren und nicht andersherum. Sicher wollte man sich mit den Leinwandkonserven gegen abstürzende Betriebssysteme und andere mögliche Pannen absichern. Dass die Szenen nachgestellt sind, schmälert aber etwas die Vorfreude auf den neuen Bewegungssensor.

Auch verwundert, dass das Mädchen im Video immerzu „Jump!“ schreit und dabei selbst Hüpfer macht. Ist die Spracherkennung eine zusätzliche Unterstützung oder kommt der kleine Tiger ohne Sprachbefehl nicht mit den Pfoten vom Fleck? Macht das Mädchen dann nur Freudensprünge, die für das Spiel unerheblich sind?

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Ein Kinect Spiel soll richtig Spaß machen

Ein Bericht von 4players.de zerstreut die schlimmsten Befürchtungen, die sich aus Erinnerungen an die von Peter Molyneux produzierte Hypes und misslungene EyeToy-Umsetzungen speisen. Molyneux ist inzwischen Creative Director bei Microsoft und hielt auf das ehemals Project Natal geschumpfene Projekt große Stücke.

Glaubt man dem Bericht, soll er das mit Fug und Recht können. Je nach Spiel soll die Übersetzung der Bewegungen durch den Sensor sehr geschmeidig sein. Das Steuern von Autos nur „mit der Luft“ oder temporeiche Ballspiele sollen das Konsolenspielen zu einem spaßigen Sportprogramm werden lassen, das sogar zum Abnehmen tauge.

Kinectimals nicht nur für Tierfreunde?

Drängender scheint die Frage nach der Zielgruppe. Ist Kinectimals auf Dauer nicht zu anstrengend? So ein Tigerjunges braucht viel Auslauf! Und wie soll man mit dem virtuellen Haustier spielen, wenn man sich das Bein gebrochen hat? Es kann auch ganz entspannend sein, der Figur nur über Controller den Weg einzugeben – anstatt dem Tamagotchi alles vorzuhampeln.

Es liegt vor allem an den Entwicklern, wie sie die Technologie einsetzen werden. Kinect könnte die neue Wii sein.

Die Zielgruppenfrage wird seit der Wii zunehmend mit einer Unterteilung in Core Gamer (Vollblutspieler) und Casual Gamer (Gelegenheitsspieler) beantwortet. Kinect soll sich mehr an Gelegenheitsspieler richten. Das ist schade. Für Core-Titel umgesetzt, könnte der Bewegungssensor als nützliche Unterstützung zum Controller fungieren. Von der Frage, wie man an einer strengen Teilung der Kundenmasse in zwei Lager ganze Produktionspaletten ausrichten möchte, wollen wir gar nicht anfangen.

Jedenfalls sollen Titel demnächst entweder in der Sparte Xbox for Core oder Xbox for All erscheinen. Zum Preis des Bewegungssensors, der am 4. November erscheinen soll, sind bislang nur Schätzungen bekannt. Einer unbekannten Quelle nach soll Kinect stolze 150 $ kosten. Kinectimals soll am Starttag zusammen mit 14 anderen Spielen erscheinen.

Neben dem Preis könnte nur noch der Name schmerzen. Kinect transportiert den Gedanken hinter dem Produkt in einer einfach verständlichen Wortschöpfung, ist aber ein Zungenbrecher. Natal war einfach eingängiger. Wollen wir hoffen, dass der Gedanke hinter dem Konsolenzubehör, wie er einst mit Milo vorgestellt wurde, im Core- wie im Casualbereich erhalten bleiben wird.

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5 Meinungen

  1. Als ich finde das Tigerbaby super Putzig.

    Die Grafik ist echt klasse.

    Natürlich ist sowas nicht jedermanns Sache, aber ich finde das echt klasse.

  2. Hey,

    freu mich schon voll auf die Games von Kinect. Hab aber den Sinn von Kinectimals noch nicht verstanden. Stellt es mir nach einer gewissen Zeit etwas langweilig vor.
    Aber erst mal werde ich mit die Xbox 360 slim kaufen..

  3. Ich bin echt mal gespannt, wie sich der Kinect Sensor verkaufen wird. Bis jetzt hört sich das super an, was man über das Gerät schreibt.

  4. Ich freue mich auf weitere Spiele sind echt wenige..

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