Kinder zum Lernen motivieren: So kann es gehen!

Unmotiviertes Kind

Kinder sind von Haus aus neugierig – forschen und hinterfragen ist cool, solange es freiwillig geschieht. In dem Moment jedoch, in dem es von ihnen erwartet wird, kann es mit der Wissbegier schnell vorbei sein. Mit Beginn der Schulzeit greifen Eltern und Lehrer in den Lernprozess ein und können dabei viele Fehler machen…

Oft fehlt es Kindern an Zielen und Ideen, wie sie aus Gelerntem etwas Sinnvolles machen. Oder es mangelt an der Überzeugung, gesteckte Ziele auch erreichen zu können. AUf diese Weise entwickeln Kinder und Jugendliche viel zu schnell eine Verweigerungshaltung und „Lernunlust“. Wie können Eltern nun einer „Null Bock“-Stimmung entgegen wirken und die Motivation aufrecht halten?

Loben Sie!

Was im Büro gilt, gilt auch für das Lernen: Ein Lob zur rechten Zeit spornt an! „Das hast Du aber toll gemacht!“ sollte leicht über die Lippen kommen. Aber in Maßen und vor allem, wenn es auch gerechtfertigt ist. Kinder merken so etwas!

Der Ton macht die Musik!

Eine zu harte Kritik führt schnell zu Frust und, noch schlechter, Angst vor neuen Herausforderungen. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, achten Sie darauf, nicht mit kalter und schnarrender Stimme darauf hinzuweisen. Erklären Sie den Fehler ganz ruhig und ohne genervten Unterton. Denken Sie daran: Gerade jüngere Kinder lernen nicht für sich selbst, sondern für ihre Bezugsperson – und die sind Sie!

Nicht zu viel Verständnis!

Auf der anderen Seite ist ein Übermaß an Verständnis, gerade wenn das Kind sich verweigert, auch nicht dienlich. Unbewusst signalisieren Sie dem Kind damit, dass es sich nicht anstrengen muss, dass es in Ordnung ist, aus dem Lernprozess auszusteigen.

Miteinander lernen!

Wenn Sie sich zu sehr auf die zu erledigende Aufgabe konzentrieren, fühlt sich das Kind schnell missachtet und wendet sich anderen Dingen zu. Sprechen Sie daher mit Ihrem Kind und suchen Sie Blickkontakt, damit es bei der Sache bleibt.

Nicht nur reden – handeln!

Eine Ermahnung folgt der anderen, und nichts passiert? Damit Sie nicht zum elterlichen Papiertiger werden, müssen Sie Taten folgen lassen: Brechen Sie das gemeinsame Lernen oder Hausaufgabenerledigen nach einer Mahnung ab. Sollte dies zu keiner Besserung führen, können Sie später auch auf die Mahnung verzichten. Damit es beim Kind nicht als Belohnung ankommt („Super, ich muss nicht mehr lernen“), sollten weitere Sanktionen folgen: keine Stunde vorm Fernseher oder Computer, kein Fußballtraining. Andererseits können echte Belohnungen außer der Reihe die Motivation stärken: Ist die Matheaufgabe schnell erledigt, kann Ihr Kind eine Computerspielpause einlegen, auch wenn das eigentlich erst für die Zeit nach den Hausarbeiten verabredet war.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 517019453, pyotr021

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