Kernspint oder Kernspin?

Bei der Kernspintomografie, oder auch Magnetresonanztomografie (MRT) genannt, handelt es sich um eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Kurz gesagt lassen sich mit dem ärztlichen Verfahren sowohl Gehirn, als auch Rückenmark bildlich darstellen, um Auffälligkeiten und Krankheiten untersuchen zu können.

Kernspin ist die richtige Schreibweise

Die Kernspintomografie wird allgemein auch als Kernspin abgekürzt. Dabei ist die richtige Schreibweise, entgegen zahlreicher Einschätzungen, ohne ein „T“ am Ende. Das Besondere an der Kernspin bzw. Magnetresonanz (MR) ist der vollständige Verzicht auf Röntgen oder andere schädliche ionisierende Strahlung. Dabei ist das Kontrastmittel bei diesem ärztlichen Verfahren zur dreidimensionalen Durchleuchtung des Körpers, nicht jodhaltig und löst so gut wie nie Allergien oder andere Nebenwirkungen aus. Jedoch sind die Kernspinbilder ähnlich genau wie beim CT.

Nachteil des Kernspinverfahrens ist leider, dass der Patient während des gesamten Verfahrens etwa 15-30 Minuten lang in einer engen Röhre bei starkem Lärm liegen muss, was bei vielen Patienten zu Unbehagen führt.

Kernspint ist ein häufig begangener Rechtschreibfehler

Das technische Prinzip wurde im Jahr 1946 von Bloch und Purcell unabhängig voneinander entdeckt und kurz darauf in Physik und Chemie angewandt. 1952 erhielten die beiden Wissenschaftler dann den Nobelpreis für ihre Entdeckung. Nach einer Weiterentwicklung zu einer Technik in der Medizin, wird das Verfahren in der Praxis seit 1984 angewandt.

Die oft falsch geschriebene Abkürzung für die Kernspintomografie, wird auf Grund des eigentlichen Zusatzwortes „Tomografie“ häufig als „Kernspint“ geschrieben. Da es sich bei dem Wort jedoch um eine zugrunde liegende Komposition der Worte „Kernspin“, Gesamtdrehimpuls eines Atomkerns, und „Tomografie“, in Schichten erfolgendes Röntgenverfahren, handelt, ist diese Schreibweise falsch.

Weiterführende Links:

http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1952/

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