Kekse zu Weihnachten richtig lagern

Plätzchen backen zu Weihnachten ist in vielen Familien gute Tradition. Wer frühzeitig damit beginnt, so ab Mitte November, hat genügend Zeit für den Advent, die oft hektischste Zeit im Jahr.

Sehr viele Groß- und Kleingebäcke brauchen auch eine gewisse Ruhezeit, damit sie ihren vollen Geschmack entfalten können; zum Beispiel Stollen, Printen, Lebkuchen oder Pfeffernüsse.
Andere Gebäcke, wie beispielsweise Kleingebäck mit einem hohen Nussanteil im Teig, sind ca. drei Wochen haltbar und entfalten nach einer Woche Lagerung erst ihren vollen Geschmack. Weshalb auch ein wenig Planung notwendig ist, damit man bis zum Jahresende immer frische Gebäcke vorrätig hat. Kekse lagern erfordert nicht viel Aufwand, aber einiges Wissen was man beachten sollte.

Kekse einfrieren nur bedingt zu empfehlen

Manche schwören darauf, dass eingefrorenes Kleingebäck ebenso gut schmeckt wie frisches und sehr lange haltbar ist. Subjektiv mag dies auch stimmten, objektiv verliert (lange) eingefrorenes Kleingebäck an Konsistenz und Geschmack, zumal auch in manchen Haushaltskühltruhen nicht immer die notwendige Tiefsttemperatur (und Luftfeuchtigkeit) erreicht wird, die notwendig ist für eine lange Lagerung. Beim Auftauen selbst werden die Kekse oft fad im Geschmack und sind in ihrer Konsistenz häufig zu weich. Besser ist es, den ungebackenen Teig einzufrieren und dann bei Bedarf bei Zimmertemperatur aufzutauen und sofort zu backen. Diese Methode eignet sich vor allem für Mürbeteig. Sandteig, wie er für Spritzgebäck verwendet wird, eignet sich nicht unbedingt dazu, es sei denn, er ist gut (d.h. stramm und ohne Luft) in Folie verpackt.
Generell gilt: Um keinen Qualitätsverlust zu erleiden, Gebäck immer frisch backen und soweit wie möglich auf das Einfrieren zu verzichten.

Anders sieht es zum Beispiel bei gebackenen Stollen oder saftigen Früchtekuchen (Früchtebrot oder Englischer Kuchen) aus. Diese eignen sich gut verpackt (dicke Gefriertüten benutzen) und in Scheiben geschnitten sehr gut zum Einfrieren. Man kann das Gebäck dann Scheibenweise aus der Tüte nehmen. Zwischen den Scheiben kann man Alufolie oder Fettpapier (Butterbrotpapier) legen, damit sie besser entnommen werden können. Soweit einige Tipps zum Einfrieren.

Zwischen Plätzchen und Keksen besteht übrigens ein Unterschied, der in ihrer Herkunft und Rezeptur begründet ist. Früher war es üblich, in der „feineren Gesellschaft“ zum Tee kleine, recht süße Gebäckstücke zu essen (zum Beispiel Petit Fours). Vor allem zu Weihnachten wurde dieses Gebäck oft mit Marzipan, Schokolade, Marmelade, Nüsse etc. veredelt. Dieses Gebäck nannte man Plätzchen (vom lateinischen „Plazenta“ = Kuchen).

Der Keks kommt ursprünglich aus England und wurde von Schiffsreisenden mitgebracht. Kekse lagern war früher ein Problem, weshalb es auf dem Schiff eine Art Schiffszwieback gab, welcher sehr nahrhaft, sättigend und lange haltbar war. Er war trocken (obwohl der Teig recht fetthaltig war) und mit relativ wenig Zucker zubereitet. Im 19. Jahrhundert kam ein deutscher Kaufmann auf die Idee, diese „English cakes“ selbst herzustellen und nannte das Ergebnis Keks (vom englischen Cake).

Im folgenden ein paar Tipps, wie man (ausgebackene) Kekse oder Kleingebäcke am besten aufbewahrt. Grundsätzlich gilt: Das Gebäck erst vollständig auskühlen lassen, bevor man es lagert. Und: Eine Keksdose heißt nicht ohne Grund so! Sie sollte aus Blech sein und weder Beulen noch Rostansätze besitzen und der Deckel muss dicht geschlossen werden können.

Kekse lagern: Was wird benötigt?

  • Gut schliessende Blechdosen
  • Tupperdosen
  • Steingut oder Porzellangefäße mit Deckel
  • Fettpapier (Butterbrotpapier)
  • Apfel-, Zitronen- oder Orangenschale (oder eine Scheibe Brot)
  • Frischhaltefolie und/oder Alufolie

 

Kekse lagern: So wirds gemacht!

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Kekse richtig aufbewaren in der Blechdose

Kekse lagern und Plätzchen aufbewahren ist keine große Kunst. Am besten ist es sowieso, wenn sie relativ rasch von der Familie vernascht werden. Sollten trotzdem welche übrig bleiben, so müssen sie so aufbewahrt werden, dass sie ihre Frische und Konsistenz bestmöglich bewahren. Im folgenden ein paar Hinweise zur Lagerung.

  • Mürbeteigkekse
    Spekulatius, Teegebäck und ähnlich mürbes Gebäck lagert man am besten in einer Blechdose (Keksdose), die gut verschließbar ist. Auf den Boden legt man am besten ein Stück Butterbrotpapier (zur Not tut es auch ein Stück Zeitung) oder Alufolie. Die Sorten sollten getrennt gelagert werden, also nicht Anisplätzchen und Zimtsterne in eine Dose packen.
  • Honig-, Leb- und Pfefferkuchen, Printen
    Diese Gebäcke werden nach dem Backen und Auskühlen auf Gittern leicht abgedeckt ca. eine Woche an einem nicht zu warmen Ort liegen gelassen, damit sie etwas weicher werden und ihr Aroma reifen lassen können. Dann (nach Sorten getrennt) kann man sie in gut verschließbaren Dosen legen (zur Not auch Tupperdosen). Damit sie während der Lagerung nicht steinhart werden, kann man ein Stück großzügig abgeschnittene Apfel-, Zitronen- oder Orangenschale mit in die Dose geben. Zu Pfefferkuchen legt man am besten eine Scheibe Brot, damit der Geschmack nicht verfälscht wird. Sollten sie vor dem Verzehr zu hart sein, am besten einige Stunden davor heraus nehmen und offen lagern. Ist das Gebäck mit Schokolade oder ähnlichem überzogen, legt man in der Dose zwischen den Lagen ein Stück Butterbrotpapier. Wichtig: Schalen oder das Brot nach spätestens zwei Tagen ersetzen!
  • Oblaten-Lebkuchen
    Dieses Gebäck wird nicht aus einem festen Teig, sondern aus einer „Masse“ hergestellt. Massen nennt der Konditor – einfach gesagt – sehr weiche Teige, die viele Eier enthalten und die nicht geknetet sondern (auf-)geschlagen werden. Ein Biskuitboden wird zum Beispiel aus einer Biskuitmasse gebacken.
    Oblaten-Lebkuchen können nicht unbegrenzt gelagert werden und sollten frisch verzehrt werden, so lange sie noch weich sind. Man kann sie zu mehreren in Alufolie einwickeln und an einem kühlen (ca. 16 – 18 Grad) Ort lagern. Sind sie hart geworden, mit Apfelstückchen in ein fest verschließbares Gefäß legen und zwei Tage stehen lassen. Danach den Apfel unbedingt entfernen und wenn nötig, etwas frischen Apfel wieder dazu legen.
  • Brandteiggebäck
    Die kleinen Leckereien werden am besten frisch (aber ausgekühlt) in dicken Gefrierbeuteln eingefroren (ca. 3 Monate haltbar). Gut eine Stunde vor dem Servieren in der Küche auftauen lassen und frisch mit Sahne, Buttercreme und/oder Obst etc. füllen!
  • Makronen
    Makronen müssen außen knusprig und innen weich bleiben. Am besten in eine gut schließende und luftdichte Dose legen. Lagenweise mit Papier abdecken.
  • Zimtsterne und Nussteigkekse
    Frisch in eine blecherne Keksdose lagenweise legen (bei Zimtsternen erst die Glasur vollständig austrocknen lassen). Man kann sie auch in einen Karton (z. B. Schuhkarton, der mit Zeitung ausgeschlagen wurde) legen. Den Deckel locker auflegen oder in den Karton drei, vier Löcher stechen, damit etwas Luft zirkulieren kann. Kühl lagern.
  • Stollen
    Stollen entfalten erst nach ca. einer Woche ihren vollständigen Geschmack. Solange kann man sie in Frischhaltefolie einwickeln und kühl lagern. Aufgeschnitten sind sie zwischen sechs und acht Wochen haltbar. Man kann sie in der Folie belassen oder in eine Dose legen.
  • Butterkekse (weich), Spritzgebäck
    Weiche Butterkekse oder ähnliches Gebäck mit hohem Fettanteil, sind nicht sehr lange haltbar und sollten rasch verzehrt werden. Am besten packt man sie in einen gut verschließbaren, dichten Kunststoffbehälter oder in gut verschlossene Gefrierbeutel. Sie dürfen keine Luft bzw. Feuchtigkeit ziehen, da ansonsten das Fett ranzig werden könnte und die Kekse anfangen zu schimmeln. Haltbarkeit: in etwa zwei, drei Wochen bei kühler Lagerung.
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Tipps und Hinweise

  • Sollten Sie Pralinen selbst machen, sind diese am besten im Kühlschrank aufzubewahren und je nach Zutaten (Sahne etc.) zwischen zwei Tagen und einer Woche haltbar.

3 Meinungen

  1. „Wer verliert, stirbt“Ach ja, da wurde mal wieder unsere Vorstellung vom friedlichen Tod im Alter zugrunde gelegt…wir sterben alle, sind alle sterblich… das Ungerechte dabei ist leider nur, dass die, die es sich leisten können problemlos ein paar Jährchen dazu kaufen könnnen, indem sie sich ein Organ kaufen (im Osten, in Asien…) oder einfach nur die Behandlung, die eine Krankenkasse nicht zu zahlen bereit ist. Und man sollte auch aufhören, so zu tun, als ob jeder Mensch nach einer Transplantation sofort wieder kerngesund ist. Die Medikamente, die sie nehmen müssen, um ihr eigenen Immunsystem zu unterdrücken, sind nicht ohne. In diesem Bereich müsste man auch noch mehr aufklären.Prinzipiell ist es bewundernswert, dass die Verantwortlichen in den Niederlanden das so durchgezogen haben und damit wirklich auf das Problem der mangelnden Spender aufmerksam gemacht haben.

  2. wobei der um sich schlagende Satiriker nicht vergessen sollte dass in der Show lt. Produktionsfirma keine Niere wirklich verspielt wird, d.h. es is alles nur mehr oder minder makabere Show, als letzer Wille des Autors der Show, der mangels Spenderniere draufgegangen ist. Bitte erst nachlesen bevor man die Keulen aus dem Keller holt.

  3. Man stirbt auch ohne die Sendung, das ist schon klar. Nur geht es Endemol weder um besseres Fernsehen (worum sich der Eintrag dreht) noch um die Ungerechtigkeit im Gesundheitssystem sondern um Quote. Dass es nicht genug Spender gibt, dass es sich mit Spenderniere nicht einfach lebt habe ich und werde ich nicht bestreiten.

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