Karl Lagerfeld: Zitate und Leben des Modedesigners

„Ich bestreue die Welt mit Zucker“, hat er mal zu einem Journalisten gesagt, während ein eigens dafür angestellter Diener ihm (halbstündlich) eine Flasche Pepsi light in einen Kelch einschenkt und serviert. Karl Lagerfeld nimmt sonst fast nichts zu sich. Ein verkünsteltes Getränk für den großen Künstler. Er isst kein Fleisch, trinkt nicht, isst nicht viel. Nur so konnte der Modedesigner sein Gewicht um 45 Kilo reduzieren.

Leben

Karl Lagerfeld wuchs als Sohn eines Hamburger Kondensmilch-Fabrikaten und dessen Frau in wohlhabenden Verhältnissen auf. Er selbst beschreibt seine Mutter, zu der er sich immer hingezogen gefühlt habe, als distanziert. Er habe aber immer von ihr gelernt „die richtigen Antworten zu geben“. Und das, muss man ihm lassen, beherrscht er meisterlich. Das kann man daran sehen, dass es Karl Lagerfeld Zitate gibt wie Sand am Meer, die mindestens so legendär sind, wie der König selbst, von dem keiner so recht weiß, wie alt er wirklich ist. Wie dem auch sei. 1934 erwarben die Eltern von Karlchen Glücksklee das Gut Bissenmoor bei Bad Bramstedt. Dort wohnten sie, bis es 1939 wieder nach Hamburg zurückging. Aufgrund eines Bombardements auf die Hansestadt waren sie gezwungen, nach einigen Jahren dann doch wieder auf ihr Gut Bissenmoor zurückzuziehen, nur um kurz darauf nach Hamburg zurückzugehen. Dort besuchte Lagerfeld die Bismarckschule. 1953 beschlossen seine Mutter und er, dass es geeigneter wäre in Paris zu leben. Dieser Plan wurde alsbald in die Tat umgesetzt. In der französischen Hauptstadt besuchte Lagerfeld die Privatschule Lycée Montaigne und arbeitete als Illustrator im Modebereich.
Heute lebt und arbeitet er in Paris mit Wohnsitzen in Monte Carlo, New York und Rom. Letztere bezeichnete er als tote Stadt. Denn schöne Städte werden schnell zu Museen. Er verkaufte seine Villa im Hamburg, ebenso sein Schloss in der Bretagne. Seit dem Tod seines 1983 an HIV erkrankten Lebensgefährten Jacques de Bascher bevorzugt er es nach eigenen Angaben, alleine zu leben. Seit 2008 stehen ihm nur noch ein Zimmermädchen, ein Chaffeur und ein Koch zur Verfügung. Rund um die Uhr.

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Karriere

Gleich zeigen wir Ihnen legendären Karl Lagerfeld Zitate, doch vorher noch ein paar Eckdaten aus seiner Karriere. Als Lagerfeld 1955 mit einem Wollmantelentwurf einen Preis in einem Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats IWS gewann, legte dies den ersten Baustein für seine Karriere als Designer und Ikone. Pierre Balmain, der Juror des Wettbewerbs war, bot ihm daraufhin eine Stelle bei ihm an. Übrigens nahm an demselben Wettbewerb auch Yves Saint Laurent teil, der in den Preis in der Kategorie „Abendkleid“ gewann. Die beiden freundeten sich an, doch schnell entwickelte sich über die Jahre Rivalität. Von 1958 bis 1963 war Lagerfeld Künstlerischer Direktor bei Jean Patou, im Anschluss übernahm er die Stelle als künstlerischer Direktor bei Chloé. Sein erstes eigenes Unternehmen, Karl Lagerfeld Impression, gründete er 1974 in Deutschland. Er war danach bis 1983 selbstständig, bis er den Posten als Künstlerischen Direktor bei Chanel annahm und auch Chefdesigner der Kollektion wurde. In den 90ern war Lagerfeld auch wieder für Chloé tätig, bis Stella McCartney ihn ablöste.
Es war eine große Herausforderung, den Stil von Gabrielle Chanel neu zu erfinden. Er behält die typischen Silber- und Goldketten, Gabrielles Modeschmuck und Brillen und machte das doppelte „C“ zum Aushängeschild, kombiniert knappe Röcke und Hotpants zu Bikerboots und Strickjacken. 1984 gegründete er die Firma „Karl Lagerfeld“, die aber 2005 von Tommy Hilfiger Corporation aufgekauft wurde.
Auch für Film und Theater ist Lagerfeld tätig gewesen. Er entwarf Kostüme für Jane Seymour, Carole Bouquet und Victoria Abril in Almodovars „High Heels“, sowie für die Mailänder Skala und das Wiener Burgtheater. Seit 1987 fotografiert er auch und nebenbei stattet er Villen, Palais und Hotels aus.

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Soviel dazu. Nun präsentieren wir Ihnen die schönsten Karl Lagerfeld Zitate:

Karl Lagerfeld Zitate: Das sind seine kultigsten Sprüche!

1
Damen? Frauen! Dame ist doch längst ein Schimpfwort. Damenhaft ist ein Ausdruck von verkrampfter, unnatürlicher Anständigkeit, die sich für Eleganz hält.

2
Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.

3
Ich brauche, wie Sie sehen, nur einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd, einen schwarzen Schlips. Das ist meine Maskerade des Lebens. In bin ein Scherenschnitt. Ich habe mich mittlerweile an mich gewöhnt.

4
Im 18. Jahrhundert, wenn Sie da Geld hatten, konnten Sie noch was Schönes kaufen. Heute, wenn Sie viel haben, können Sie vor allem was Grauenhaftes kaufen.

5
Mode ist die Nachahmung derer, die sich unterscheiden wollen, von denen, die sich nicht unterscheiden.

6
Nicht das, was ich erreicht habe, interessiert mich, sondern das, was noch vor mir liegt.

7
Nichts ist peinlicher als eine Frau, die von Kopf bis Fuß von einem einzigen Modehaus eingekleidet worden ist.

8
Fehler im Aussehen entstehen, weil viele das tragen, was sie meinen tragen zu müssen, und nicht das, was sie tragen möchten.

9
Man muss Stil haben, um ihn sich kaufen zu können.

10
Ich gehöre in die Hölle. Im Himmel ist es sicher langweilig.
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