Karies Diagnose: Alle Technologien im Überblick

Karies ist eine der häufigsten Krankheiten der Menschen heutzutage. Diese Erkrankung entsteht durch die in den Zahnbelägen enthaltenen Bakterien auf den Zahnoberflächen. Diese Bakterien wandeln Speisereste und Zucker in gefährliche Säure um und zerstören so den Zahnschmelz. Es gilt daher so früh wie möglich Karies zu erkennen und entgegenzuwirken. Das Zauberwort für moderne Zahnbehandlungen ist daher: neue Technologien in der Karies-Diagnostik.

Der Zahnarzt hat durch neuste technologische Therapien die Möglichkeit bei der Kariesentstehung und -diagnose sowie der Kariesbehandlung schnellstmöglich zu reagieren und so den Patienten zu schonen.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen den optischen Verfahrenstechniken (Laserfluoreszenz) und den elektrischen (Impedanzmessungen) unterscheidet. Diese Techniken liefern sichere Messwerte der Demineralisation und die Schwere der Erkrankung kann punktuell festgestellt werden.

Die Laserfluoreszenz

Bei der Früherkennung von Karies sind drei Aspekte wichtig: Die eigene Beobachtung des Patienten, eine Röntgenaufnahme und das Laserfluoreszenzverfahren. Diese Methode ist sehr patientenfreundlich. Bereits kleinste kariöse Stellen im Zahn können durch diese neue Technik sicher aufgespürt werden. Eingriffe werden durch das Laserfluroreszenzverfahren so präzise durchgeführt, dass die wertvolle Zahnsubstanz möglichst erhalten bleibt.
Zur Verfahrensweise: Die Zahnabschnitte werden durch die Messung der jeweiligen Fluoreszenzen (Demineralisation im Schmelz und Dentin) mit einem Laser überprüft. Die jeweiligen Messergebnisse können durch Verfärbungen oder auch Zahnstein beeinflusst werden. Auch kleinste kariöse Stellen werden durch diese Lasertechnik sichtbar gemacht und können minimalinvasiv entfernt werden. Die Wirkungsweise von Laserfluoreszenztechnologie ist in zahlreichen Studien bestätigt worden.

DIAGNOdent

Zur praktischen Anwendung der Messung von Laserfluoreszenzen eignet sich das DIAGNOdent Gerät. Besonders gut ist diese Technik auch bei problematischen Kariesstellen im Zahnbereich der im Fissuren oder Glattflächen einzusetzen. Durch den Einsatz dieses Gerätes erhöht sich die Diagnosesicherheit immens. Allgemein wird angenommen, dass 30-40 Prozent intakter Zahnfissuren bereits eine versteckte Karies aufweisen. Für Patienten mit keinen kariösen Zähnen ist dieses Behandlungsgerät von besonderer Bedeutung! Auch können damit Milchzähne gescannt werden, da auch in diesem Bereich eine Prävention der Zahngesundheit entscheidend ist.

Fiberoptische Transillumination (FOTI)

Einen gesunden Zahn erkennt man schon mit bloßem Auge: er ist weiß. Kariöse Zähne weisen dagegen braune Flecken auf (white spot oder brown spot). Das richtige Ausleuchten eines Zahnes, ob Karies vorhanden ist oder nicht, stellt eine Schwierigkeit im Alltag eines jeden Zahnarztes dar. Eine bessere Sichtung der Zähne gewährleistet die Verfärbung der Zähne durch die einzelnen Läsionen. Die FOTI-Technik ist ein einfach zu bedienendes Instrument zum Karies-Screening, doch ist es nicht so aussagekräftig wie das Laserfluoreszenz-Verfahren.

Konfokale Laser-Scanning Mikroskopie (CLSM)

Durch dieses Verfahren werden im Labor Mikrostrukturen von Zahnsubstanzen unter der Oberfläche sichtbar gemacht. Sogenannte „interprismatische Veränderungen“ werden am Schmelz als Folge von Demineralisierung nachgewiesen. CLSM ist eine wissenschaftliche Erforschung und Entwicklung der Karies oder die Bewertung von Präventionsmethoden.

System der quantitativen Fluoreszenz (QLF)

Die „quantitative light-induced laser flourescense“-Methode bestimmt durch Laser oder Halogenlicht kleine Demineralisation am Zahn. Doch sind die Messungen lediglich bei Glattflächen der Zähne (Buccalflächen) durchführbar.

Radiologische Verfahren zur Erkennung von Karies

Auch in der Radiologie hat die digitale Technik Einzug gehalten. Heutzutage liegen Röntgenbilder auch in digitaler Form vor. Für eine genaue Bildanalyse kann man mit einer speziellen Software diagnostische Feinheiten oder Auffälligkeiten schnell und sicher ausfindig machen. Zu der Optimierung von Röntgenbildern gibt es die folgenden fünf Verfahrensweisen:

1. Die Optimierung der Größe des Röntgenbildes: Durch eine Vergrößerung steigt die Qualität der ärztlichen Diagnose.

2. Optimierung von Kontrast und Dichte: Um spezielle diagnostische Aufgabenbereiche auszumachen, wird der Kontrast der Röntgenaufnahme verstärkt oder eine andere technische Veränderung eingesetzt.

3. Läsionveränderung: Durch diese Technik kann man mehrere Röntgenaufnahmen und die zusätzliche Computertomografie einen Querschnitt von einem Zahn erstellen.

4. Erkennen von Läsionen: Man fertigt für diese Verfahrensweise ein Modell des jeweiligen Zahns an und berechnet alle möglichen Veränderungen (Zahnflächen, Bissaufnahmen). Diese Verfahrensweise ist sehr kritisch, da das Beobachtete keine konkrete Aussagekraft hat.

Eine Meinung

  1. Schöner Überblick über die aktuellen Möglichkeiten starkem Karies. Sehr informativ und hat mir sehr geholfen. Danke!

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