Just-in-HSV: Not gewinnt gegen Elend. Oder: Schalke 04 gewinnt Krisengipfel in Hamburg beim HSV!

Es kam dennoch wieder knüppeldick. Und das in allen Belangen. Aber erstmal der Reihe nach: das Spiel war von Beginn an der reinste Krampf. Es war deutlich spürbar, dass den Teams die Verunsicherung in den Knochen steckte. Dementsprechend unanschaulich war der Kick in der AOL-Arena auch. Was vor dem Anpfiff bereits abzusehen war, dass es Probleme mit der mal wieder neu formierten HSV-Abwehr geben würde. Kompany fiel nämlich kurzfristig aus und so durfte Mittelfeldabräumer Wicky in die Innenverteidigung rücken. Das konnte nur nach hinten losgehen. Keeper Sascha Kirchstein nach dem Spiel: „Kein Wunder, wenn die Abwehr immer wieder umgestellt werden muss!“

Und so kam es in der 17. Minute, dass Mathijsen ein Befreiungsschlag misslang, dieser auf Hamits Kopf landete, der Richtung Bruder Halil passte, welcher wiederum Wicky alt aussehen ließ und umrannte und zu allem Überfluss auch noch Kirchstein tunnelte. 1:0 S04. 15 Minuten ging das Gegurke dann weiter, bis Sanogo urplötzlich einen Traumpass auf Trochowski in die Tiefe spielte. Trochowski holte am 16-ner aus und Bordon fälschte den Hammer, vom Neu-Nationalspieler „Troche“, für Frank Rost unhaltbar ab. Die bis dato chancenlosen Hamburger glichen zum 1:1 aus.

Danach war spürbar zu erkennen, dass beim HSV Kräfte freiwurden. Positiv wie auch negativ. Denn David Jarolim durfte sich nach einer Reihe von Disziplinlosigkeiten bereits in der 43. Minute von seinen Kollegen verabschieden. Ein Bärendienst, den er hier leistete! Man, man, man, und das als Kapitän. Weil das Spiel wenigstens zu zehnt zu Ende gespielt werden sollte, nahm Doll auch den Rotgefährdeten de Jong raus.

Mit den Jungstars Feilhaber und Fillinger(für Ljuboja) ging es also in Hälfte Zwei. Fast jeder wäre mit einem Punktgewinn nach den 90. Minuten also zufrieden gewesen. In der 47. Minute dachte aber jeder an ein kleines Wunder, als Schiri Brych für den HSV auf den Elferpunkt zeigte, nachdem Sorin im Strafraum gefoult wurde. Aber hat ein Klub einmal die Seuche, gibt es keine Wunder. Sanogo verschoss die Großchance kläglich und 5 Minuten später wuchtete Bordon, nach einer Traumflanke von Hamit Altintop, den Ball in den linken Winkel. Der junge Feilhaber, wie auch Kirchstein, waren bei dieser Traumkombination ohne jede Chance.

Der HSV konnte dem nichts mehr entgegensetzen. Außer noch einmal in der 90. Minute, als Trochowski mit einem Strich von Freistoß nur knapp an Frank Rost scheiterte. Leider war das Glück nicht mehr auf Seiten des HSV. Wie eigentlich immer in den letzten Monaten. Zum Verzweifeln ist das. Wenigstens stehen Team und vorstand aber wie eine Bank hinter ihrem Trainer Thomas Doll. Bernd Hoffmann zu ARENA TV: „ Zwischen mir und Thomas Doll passt kein Blatt Pergamentpapier!“ Sie scheinen zu begreifen mit wie viel Pech die bisherige Saison verbunden ist. Doll dankt es ihnen mit Lobeshymnen vor der Presse.

Zu Recht, denn bei anderen Klubs hätte der Coach schon längst das Handtuch werfen müssen. Ungeachtet dessen sollte der HSV langsam wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Denn von Treueschwüren und Hoffnung alleine, geht es in der Tabelle nicht aufwärts. Findet die Perle des Nordens allerdings den Weg in die richtige Spur, kommen sie, glaube ich, stärker, entschlossener und zusammengeschweißter zurück, als „je“ zuvor. Ansonsten dürfte es auch für den Liebling aller, Thomas Doll, ziemlich eng werden.

2 Meinungen

  1. Da kann man mal wieder sehen….wie es ist wenn man richtig GAS gibt….lol

  2. Ich glaube es wird Zeit das Hoffman & Beiersdorf RAUS Plakat aufzustellen 😉

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