John Grisham: Der Gefangene

„Der Gefangene“ erzählt die authentische Geschichte des Baseballspielers Ron Williamson aus Ada, einer Kleinstadt in Oklahoma, der zu Unrecht wegen des Mordes an einer jungen Frau zum Tod durch die Giftspritze verurteilt wird. (Mehr zum Inhalt hier.)

Vor allem ist sein Buch aber auch eine glühende Anklage gegen Bush, seine Vetternwirtschaft im Weißen Haus und die von Präsidenten befürwortete Todesstrafe. „Nichts funktioniert und keinen kümmert es …“, so fasst Grisham das Regieren des mächtigsten Herrschers der Welt zusammen. Und: ähnlich wie Schröder in seinen Memoiren, äußert auch Grisham sich zu dem wohl am meisten benutzten Wort Bushs: Christenheit. In ihrem Namen heiligt der Politiker jedes Mittel, um äußerste Rechte zu erreichen. Grishams Fallrecherche, an der er anderthalb Jahre arbeitete, stellt hochrangige Politiker, Staatsanwälte, Polizisten und das ganze um sie gesponnene korrupte System an den Pranger. 

Grisham-Fans werden sich von dem Sachbuchcharakter nicht abschrecken lassen. Ganz im Gegenteil: Man kann hoffen, dass ihnen ein neues Genre eröffnet wird, das genauso fesselnd ist wie die gewohnte Politthriller-Lektüre.

 

Ab heute im Handel, Heyne, 19,90.

 

 

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