Israel umgeht der Zensur

Israels Song "Push the Botton" von der Gruppe "Teapacks" soll sich gegen den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad und sein Atomprogramm richten.

In dem Song heißt es unter anderem: "Die Welt ist voller Terror, wenn jemand einen Fehler macht, jagt er uns in die Luft" (The world is full of terror, if someone makes an error, he's gonna blow us up). Dass diese Zeile eine Anspielung auf eine atomare Bedrohung durch Iran sei, stritt Leadsänger Koby Oz ab. Dies sei eine "Missdeutung".

Die Musik ist eine sehr eigenwillige Art Popmusik, ohne typischem Refrain oder Strucktur dafür mit Quetschkommode, gesungen und gesprochen in englisch, französisch und hebräisch ist der Text eine Klare Ansage gegen den "Terror von Fanatikern", im speziellen gegen die jüngsten iranischen Drohungen eines Nuklearkriegs gegen das Land.

"Der Song beschreibt ziemlich gut die Gefühlslage der meisten Israelis, die wie alle Anderen gerne einfach ihr Leben genießen möchten, aber in ständiger Angst vor Terroranschlägen leben müssen. Besonders interessant wird der Text am Schluß: dort wird die Aussage "Die drücken den Knopf" (gemeint ist hier wohl in Person der iranische Premier) in "Ich drücke den Knopf" verkehrt – die klare Ansage, sich gegen (muslimischen) Terror auch mit militärischen Mitteln wehren zu wollen. Was ja angesichts der Lage menschlich verständlich ist – aber auch nicht gerade als klassische Weltfriedensbotschaft durchgehen dürfte.

Jetzt wird's interessant. Denn die von der EBU aufgestellten Regeln besagen ja, dass eindeutig politische Äußerungen beim Eurovision Song Contest nicht zugelassen sind. Entsprechend hat sich bereits ein Mitglied der EBU Reference Group geäußert, der sagte: "Es ist klar, dass so eine Aussage unpassend für den Contest ist." Was unter anderem von der Nachrichtenagentur AP bereits als Beleg für eine Disqualifizierung des Beitrags genommen wurde. Kobi Oz, der Hauptsänger der Teapacks, sagte in einer Stellungnahme, "wirkliche Kunst sorgt nun mal für Kontroversen" und er begrüße die Aufmerksamkeit für seinen Song – solange der nicht am Ende disqualifiziert werde.

Die britischen Eurovisionsseite doteurovision hat bei der EBU nachgefragt und erhielt von dort die Aussage, dass man über die Kontroverse im Bilde sei, vor dem offiziellen Annahmeschluß Mitte März jedoch keine Entscheidung treffen werde. Inoffiziell habe man, so doteurovision, jedoch durchblicken lassen, dass die Chancen für die Teapacks gut stünden, denn der Song könne, je nach Standpunkt des Betrachters, in vielerlei Hinsicht interpretiert werden.

Nun kann man natürlich auch mutmaßen, dass eine Disqualifizierung des Titels von den Israelis als Akt der Brüskierung und Entsolidarisierung empfunden werden dürfte und daher schon aus politischen Gründen nicht durchsetzbar ist. Was wiederum beweist, dass die Anti-Politik-Regel beim Eurovision Song Contest einfach Quatsch ist und wieder gestrichen werden sollte. Jedenfalls hat Israel so oder so einen Grund, sich unverstanden und von aller Welt verfolgt zu fühlen: wird der Song disqualifiziert, ohnehin. Wird er zugelassen, aber auch: denn er ist musikalisch so grauenhaft, dass ein Scheitern in der Vorrunde bereits jetzt abzusehen ist. Ein Teufelskreis! " Quelle: aufrechtgehn.de

Teapacks darf nach Helsinki fahren um am Eurovision Song Contest teilnehmen. Svante Stockselius, EBU-Verantwortlicher für den Contest, bestätigte, dass alle eingereichten Beiträge zum Wettbewerb zugelassen sind. Er machte allerdings keine konkreten Angaben zu Israel.

5 Meinungen

  1. Vote for Sabrina and her song „Dança Comigo“ (Dance With Me)! In 10th May vote for the real latin sound of Portugal! VOTE PORTUGAL! Good luck Germany!

  2. Vote for the best Song!!!!

  3. gehts hier auch mal wieder weiter? in einem „eurovisions-blog“ sollten doch langsam die tasten glühen!b-quem glaubt jedenfalls an schweden…- viel spass am donnerstag/samstag!

  4. Keine Zeit mom. Aber b-qem kann doch auch was schreiben. Puh Schweden war mir viel zu Schlagermäßig und überinszeniert. chris fand Georgien gut, so schön Björkmäßig!

  5. Der Beitrag Deutschlands war einfach nur peinlich.
    Wer in Gottes Namen hat das so durchbringen können?
    Die Musik, nun gut – darüber wollen wir mal nix äußern – aber der Auftritt!!!!
    Da erscheinen ein paar Mädels in bestem BdM Outfit und sogar die blonden Haare
    sind aus den 30ger Jahren – einfach unglaublich
    Und dann dieser Plastikkrüppel aus Amerika, sie muss auch noch als
    „Deutsche Domina“ erscheinen, die mit der Peitsche „siegreich“ etwas erklimmt
    (was das sein sollte konnte ich nicht erkennen)
    Hätte nur noch eine Figur mit einem gelben Stern gefehlt…
    Eine unglaubliche und unverschämte Fehlleistung
    ABSICHT?????

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