Die knapp 1.500 Einwohner verteilen sich über die drei Dörfer der Insel, die insgesamt über gerade einmal zehn Kilometer befestigte Straßen verfügt. Wer sich diese Angaben vor Augen führt, wird recht schnell merken, wie klein und idyllisch Isola del Giglio eigentlich ist. Lernt man die Insel abseits der Touristenströme kennen, wünscht man sich, dass diese nie entdeckt werden würde. Umgeben von tiefblauem Wasser, dem keine Beschreibung gerecht wird, reckt sie sich majestätisch der Sonne entgegen.
Selbstverständlich haben schon Hobbytaucher Isola del Giglio zu ihrem Lieblingsgebiet erklärt, existieren doch rund um das Eiland wunderschöne Riffe, die zum erkunden einladen. Schon allein deshalb hat sich auch hier das meeresbiologische Institut zu Erforschung der Meeresflora und –fauna niedergelassen, sie finden hier einfach ideale Voraussetzung.
Etwas überraschend angesichts der Größe der Insel befindet sich der höchste Punkt Insel bei 496 Metern (Poggio della Pagana). Castello, so etwas wie der Hauptort, wenn man in diesem Fall davon sprechen kann, schmiegt sich liebevoll an Hänge, umgeben von einer mittelalterlichen Wehrmauer und gekrönt von einer Festung der Aldobrandeschi, einem Adelsgeschlecht der Toskana.
Die Landschaft auf der Insel ist typisch mediterran, der Weinbau in den zurückliegenden Jahren endgültig aufgegeben, stattdessen überwiegen Pinien, Palmen und Eukalyptusbäume. Aber der wirklich Reiz von Isola del Giglio ist das blaue Meer – man muss es einfach genießen.
