Islamische Kunst: Bilder(verbot) und Besonderheiten

Die Islamische Kunst ist die Kunst der islamischen Völker. Oft als arabische Kunst bezeichnet, steht sie hauptsächlich unter religiösem Einfluss. Allerdings nicht nach dem europäischen Verständnis. Denn diese kulturelle Schaffensphase lehnt die Darstellung von Heiligem ab. Ikonen treten nicht in den Vordergrund, stattdessen wird Bilderverbot praktiziert. Das Heilige sei schlichtweg nicht darzustellen. Überhaupt ist die Darstellung von Lebewesen sehr selten.
Die Regeln des Bilderverbots haben es nicht im gleichen Maße bis in die Buchkunst geschafft. Dort werden durchaus Menschen abgebildet, meist aber durch das Tragen eines Schleiers in ihrer Präsenz abgeschwächt. Darunter befindet sich beispielsweise sogar eine Verbildlichung des Propheten Mohammeds. Was die Kunstform weiterhin für sich in Anspruch nimmt, ist das Überwinden des ihr auferlegten Erbe der spät antiken Zeit. Die freien und angewandten Künste erfahren keine Trennung mehr.

Schmuckvolle Islamische Kunst

Die Scheu vor menschlichen Abbildungen, hat dieser Kunst einen anderen Darstellungs-Schwerpunkt gegeben. Die Facetten der Islamischen Kunst sind ausschließlich einem dienenden Charakter unterworfen und folgen festgelegten Regeln. Der Zweck ist nicht die Aussage, sondern das Schmücken. Schmuck anhand von pflanzlichen Ornamenten. Die Natur wird als Vorbild genommen und in vielfältiger Weise versucht nachzubilden.
Mitunter das berühmteste Beispiel ist die Arabeske. Eine verästelte Ranke, die das Wirken dieser Kunstform veranschaulicht. Gliederungen sind in der Islamischen Kunst gewollt. Der Schrift kommt hohe Bedeutung zu. Der Künstler sieht sich in einer ganz besonderen Position. Er veranschaulicht das Heilige und zeigt den Wandel des Unwandelbaren. Gott ist dabei ein Sein und kein Werden.

Die Kalligraphie als Huldigung Allahs

Die islamische Kalligraphie gehört zu den bekanntesten Kunstschriftformen der Geschichte. Ob nun eingesetzt auf Papier, auf Fliesen oder auch an zahlreichen Gebäuden- in der arabischen Kunst ist sie allgegenwärtig. Damit wird Allah gehuldigt: Eine verschnörkelt schöne Schrift für die göttliche Ehrerbietung und das Wort Allahs in seiner Bedeutung ins unermessliche gehoben.

Die Schriftformen waren im Laufe der Zeit regionalen Veränderungen unterworfen. Aber besonders die eckigen Schriftformen der Kufi-Familie sind bekannt. Benannt nach der Stadt Kufa, ist das Schriftbild vor allem geprägt durch einen sehr strengen Stil. Schrift, anstatt einer bildlichen Darstellung, ist typisch für die Islamische Kunst.

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