Die Allergiker halten im Kalender anhand von Symbolen den genauen Zeitraum beziehungsweise die Art der Beschwerden fest. Am Ende des Beschwerdezeitraums kann der behandelnde Arzt diese Daten mit dem Pollenflugkalender vergleichen und die entsprechenden Behandlungsmethoden in die Wege leiten und dem Patienten Milderung verschaffen.
Aber gleich zwei Aspekte verhindern momentan eine permanente Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Allergien. Zum einen erkranken immer mehr Menschen an Allergien, die sich kaum an einer Pflanze festmachen lassen. Vielmehr ist es das Zusammenspiel von neuzeitlichen Umwelteinflüssen und der beginnenden Klimaveränderung. Diese ist auch der Hintergrund für den zweiten negativen Aspekt. Der Allergikerzeitraum verlängert sich immer weiter durch das Einschleppen von Pflanzen, die in hiesigen Regionen bisher nicht bekannt waren. Exemplarisches Beispiel hierfür ist das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia. Die aus dem nordamerikanischen Raum stammende Pflanze hat ihren Blütezeitraum erst Mitte Juli. Dadurch verlängert sich der Beschwerdezeitraum gleich um zwei zusätzliche Monate. Experten befürchten, dass dies in den nächsten Jahren auch noch weiter zunehmen wird.
Der interaktive Pollenkalender ist zumindest ein Lösungsweg zur genauen Diagnose, um Allergikern Linderung zu verschaffen.